45) Al gabriel, f>ou clepidist me ful of grace.
Nay! ful of sorowe J>ou now me seest; . . .
49) I lokide up . . . vn-to my child,
I cried on J>e iewis, and bad hem hang
J>e modir bi f>e sone f>at neuere was filid:
O deef), deef), J>ou doost me wrong!
,53) Mi babe f>ou sleest . . .
Come, sie J>e modir! whi tariest Jdou so long r
J)ou morper man, whi art fiou now myelde
Vn-to J>e modir J>at wolde deep fong ?
J>ou pynest my sone with peynes strong;
58) Pyne J>an J>e modir at hir reqwest!
45 f.) Die aus lat. V, me. Q, T (490 ff. — s. daselbst) bekannte An
rede an Gabriel.
49 — 5 T ) B.-Tr. 94 ff.: O Judaei . . . (99:) Tollite, suspendite matrem
cum pignore.
52—58) B.-Tr. 87fr. und 100 ff.: O mors misera ... trucida
matrem, matrem cum filio perime simul! . . . Tu mihi soli mors
esto saeva . . . sed mors optata recedit. — Zu 5 2 vgl. auch
I 1256 und Q 426.
So scheint der Dichter von V den B.-Tr. gekannt zu haben
und ihm mehrfach in den Gedankengängen gefolgt zu sein. Wenn
unser Gedicht die Reminiscenz an die Wiegenlieder und die An
rufung Gabriels mit dem ebenfalls wesentlich auf dem B.-Tr. be
ruhenden T gemeinsam hat, während in diesem jene beiden Züge
fehlen, so braucht deshalb nicht schon eine unbekannte Fassung
des B.-Tr. als Quelle angenommen zu werden; denn die Apo
strophe an Gabriel wurde durch den B.-Tr. nahegelegt und war
sehr beliebt, und die Wiegenlieder waren im 15. Jh. populär.
In Str. 6—11 macht Maria wie in L allen Wesen und Dingen
Vorwürfe, die zu ihres Sohnes Leiden mit halfen. Diese Passus und
die zahlreichen Hymnen über Christi Wunden, die Lanze, die
Dornenkrone u. s. w. zeigen, wie sehr sich die Passionsdichter,
nach Neuem suchend, den Einzelheiten zuwandten •, mehr als die
genannten Dichtungen verrät dies Streben vielleicht das mittel
englische Gedicht von den “Symbols of the Passion“ (EETS. OS.

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