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kreuzigten besonderen Anstoß. — Eine von Digulleville nicht ver
wertete Tradition weiß sogar zu erzählen, sie habe seine Blöße
mit ihrem Schleier bedeckt (vgl. Creizenach 1,193; auch Sch.
S. 25 Anm. 1); zum Ausdruck kommt diese Tradition u. a. bei
Bonaventura (lat. XIV), im Anselmstractat (lat. XIII), in der Vita
metrica, der Bordesholmer Klage, den Passionsspielen von Heidel
berg und Eger, Greban’s Passionsspiel, der Veroneser Passion,
endlich auch einem me. geistlichen Tractat (ed. Horstmann, Yorkshire
Writers I, 112) — sonst m. W. in England nicht.
13.—14. (Hig. 6447 f.) Auf die Schande der Kreuzigung
wie ein Dieb zwischen Dieben weist Maria oft in Klagen hin —
z. B. York Plays XXXVI, 140 ff.: My lorde . . . hyngis as a theffe;
Coventry Plays S. 321 : the most shamful deth among these thevys.
In Z 281 sagt sie sogar, er habe “as a maysterthefe“ am Kreuz
gehangen. Vgl. auch zu York PI. 135 ff.
15-— I 6. (Dig. 6459 ff-) Da Jesus keinen irdischen Vater
hat, trägt Maria ganz allein das Elternleid bei seinem Tod. Genau
derselbe Gedanke kehrt (vielleicht aus unserer Stelle bei Digulle
ville entnommen?) bei Greban wieder (frz. V, V. 25476 ff.), doch
auch F 27.
T 7- (Dig. 6469 ff.) Myght not this .... redempcion of man
have be without effusyon of thi blood? Yis if it had be thi lust
cf. Bonaventura Cap. 7 5 (Maria zu Gott betend:) Sed si redemp-
tionem vultis humani generis, per alium modum . . faciatis, omnia
namque possibilia sunt vobis; Coventry Plays S. 287: May man
not ellys be savyd . .?
18. (Dig. 6493 ff.) Die Anrede an den Tod hat überall,
wo sie vorkommt: im B.-Tr., den Townely- und Coventry-Spielen,
bei Greban, in der „Plainte Notre-Dame“ (ed. Wright: Chronicle
of Peter de Langtoft II S. 438) denselben so naheliegenden Inhalt:
Mariae Wunsch, mitzusterben.
19. (Dig. 6499 ff.) Die Wunder bei Christi Tod werden oft
als Compassion der Elemente aufgefaßt, wie in der oben (S. 28)
zu F 13 citierten Stelle der Legenda aurea cf. B.-Tr. 153 :
Moerebant . . poli, moerebant sidera . . Daß Maria die Elemente
direct dazu auffordert, finde ich in dem Hymnus Dreves XI, 82

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