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Wirkung der Mystik auf das Gemüt begreiflich. Von einigen 
der genannten Details bemerkte schon Creizenach (I, 192 jf.), 
daß sie traditionell in Passionspredigten und -spielen sind ;*) unten 
habe ich darauf zurückzukommen, daß die York- und Wakefield- 
(Towneley-) Spiele sie sämtlich (a—g) bezw. fast alle enthalten. 
— Wenn nach Horstmann (s. oben!) die Mystik von Einfluß 
auf die westmittelländische Lyrik war, so stimmt dazu, daß der 
besprochene Disput Mariae mit dem Kreuz (F) die Elemente bce 
enthält. Die Gefühlswärme und der Glanz der Schilderung be 
ruhen also wohl zum guten Teil auf der Vertiefung mystischer 
Betrachtung. Daß diese aber nur auf ein poetisches Gemüt 
fruchtbar wirkt, zeigt H. 
H ist eine freie Versification desselben, in G übersetzten 
Textes, nämlich der Cap. 75 — 85 (Abendmahl—Höllenfahrt) von 
Bonaventuras Meditationen, die auch unsere Dichtung selbst als 
Quelle bezeichnet. Die Überschrift lautet: “Here bygynne|) med- 
ytacyuns of f>e soper of owre lorde Jhesu. And also of hys 
passyun. And eke of f>e peynes of hys swete modyr, Mayden 
marye. f>e whyche made yn latyn Bonaventure Cardynall.“ Damjt 
ist auch schon angedeutet, daß Maria eine wichtige Rolle zufallen 
wird; in der Tat tritt sie noch weiter in den Vordergrund als 
bei Bonaventura. — Daß das vorliegende Gedicht zu den Werken 
des Robert Manning of Brunne (•}• c. 1340) zähle, ist eine, 
freilich nur mit Bedenken vorgebrachte' Behauptung des Heraus 
gebers (Intr. p. XU ff.j, gegen die Ten Brink (1,347) und Brandl 2 ) 
sich ausgesprochen haben, ohne daß ihnen dabei der Dialect 
') Unter Einfluß der nordengl. Mystik stehen mehrere Tractate bei 
Horstmann (I, 112; 337; II, 334 (nicht, wie H. II, 247 sagt “mainly a repro- 
duction“ von-St. Edmunds „Speculum“) und 345); die nördliche Übersetzung 
von Grosseteste’s „Chateau d’amour“ (EETS; OS. 98 App.) und wohl auch 
das “A-B-C Poem on the Passion of Christ“ (E E TS. OS. 15 S. 271), welches 
a-c, e enthält. Die Quellenstudien zu Richard Rolle in den Dissertationen 
von Hahn (Halle 1900) und Kühn (Greifswald 1900) sind für vorliegende Arbeit 
nicht positiv verwertet. 
*) Br. führt die “Meditations“ im Grdr. II, I S. 640 nicht unter Roberts 
Werken an.
	        

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