ditationes ebenfalls von Bedeutung (s. unten!). Noch nicht bemerkt 
ist m. w., daß Ludolf von Sachsen für seine umfangreiche 
,,Vita Christi“ das genannte Werk ausschrieb (s. besonders die 
Kapitelanfänge!). 
Von lat. XV. haben wir, nach Paul’s Grdr. II,i S. 146) 
eine schwedische und eine dänische Übersetzung; in einer mittel 
englischen (Anglia X, 325 von Horstmann veröffentlicht) fehlt 
die Mkl. des Originals. 
Noch jünger ist ein bei W. nicht genanntes Werk des seiner 
Zeit berühmten Pariser Kanzlers Johannes Gerson (f 1429), 
seine „Expositio in Passionem Dominicam“ (aus dem Französischen 
übersetzt in Opp. ed. Dupin, Antwerpen 1706 tom. III. col. 1153 
seqq.). Sie enthält in Meditationsform ebenfalls Marienklagen. 
Benutzt scheinen lat. XI und XIV ; doch bringt Gerson manchen 
originellen Zug. Der Name des Verfassers fordert Beachtung 
dieser Schrift; sie bietet Parallelen zu Details aus Mysterien (cf. 
Creizenach: Geschichte des neueren Dramas I, 190 ff.). 
II. Mittclengliselie Maricnklagen. 
A) Monolog der Maria, beginnend “Off alle women that 
ever were borne“, gedruckt nach zwei Hss. : 
a) Reliquiae antiquae ed. Halliwell und Wright II, 213. 
b) Chester Plavs ed. Wright II, 207. 
B) Monolog der Maria, beg. “Lystenyth, lordynges, to my 
tale“ — Chester Plays ed. Wright II, 204. 
C) Monolog der Maria, beg. “VVhan yat my swete sone“ 
— Anglia XXVI, 262 (Flügel). 
D) Dialog Jesu mit Maria, beg. “Stond wel moder“, ge 
druckt nach zwei Hss.:
	        

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