Full text: Zum Verhalten der Ketone R-CH2-CO-CH3 bei der Kondensation mit Säureestern

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Ia Ib 
C 2 Ü 5 —C = CH - CH CiH s - C-CH = CH 
I II II I 
CeHs-N— N N N-CeHs 
(1) Phenyl (5) Äthylpyrazol. (1) Phenyl (3) Äthylpyrazol. 
II muss dagegen ein Phenyldimethylpyrazol liefern, für 
welches ebenfalls — je nach der Art des Zusammentritts mit 
dem Phenylhydrazin — 2 Stellungsisomere möglich sind: 
Ha Hb 
CH :t - C = C(CH : ,)—CH CH 3 —C—C(CH 3 ) = CH 
I II II I 
QHs—N N N N-CsHs 
(1) Phenyl (4.5) Dimethylpyrazol. (1) Phenyl (3.4) Dimethylpyrazol. 
Balbiano und Severini zeigten nun, dass das resultierende 
Pyrazol bei der Oxydation erst eine Phenylmethylpyrazolmono- 
carbonsäure und dann eine Phenylpyrazoldicarbonsäure gibt, 
was die Formeln la und Ib natürlich ausschliesst. Für den 
Ausgangskörper, das Formyl-Methylätylketon, war damit — ent 
gegen der Claiserisehen Ansicht — dargetan, dass es als Roh 
produkt (zur Darstellung des Pyrazols wurde das rohe Natrium 
salz des Formylketons verwandt) jedenfalls zum Teil, möglicher 
weise aber auch ganz, aus der Verbindung 
CH 3 - CO-CH(CH 3 )-COH 
besteht. 
Das Zutreffende dieses Schlusses wurde denn auch gleich 
von Claiseri anerkannt, indem er gelegentlich einer Besprechung 
der Balbiano-Severini’sehen Arbeit bemerkte 1 ): „Der Verlauf der 
Kondensationen der Säureester mit Ketonen von der allgemeinen 
Formel R—CH 3 —CO —CH : , bedarf in diesem Punkte“ — gemeint ist 
der Ort des Eintritts des Säureradikals — „einer nochmaligen 
eingehenden Untersuchung; ebenso muss von den aus solchen 
Ketonen mittelst salpetriger Säure oder Amylnitrit dargestellten 
Isonitrosoketonen noch genauer festgestellt werden, ob sie die 
Formel R—CH 3 —CO—CH = N . OH oder CH 3 —CO-C(R) = N . OH 
besitzen.“ 
') Liebigs Ann. 278, 272.
	        
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