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CH,—CH 2 —CO—CH, + GH.,—0—CO—CH, =
CH,-CH 2 —CO-CH 2 —CO—CH, + C 2 H 5 OH.
a) Propionylaceton (aus Aceton und Äthylpropionat),
CH,—CH 2 -CO-CH 2 -CO—CH,.
Wenig günstige Resultate erhielt ich, als ich auf Natrium
draht (in dem 12fachen Gewicht Äther suspendiert) die äqui
molekulare Mischung von Aceton und Propionsäureester unter
Eiskühlung einwirken liess. Die Aufarbeitung (nach östiindigem
Stehen) ergab nur wenig Diketon; hauptsächlich schienen neu
trale Kondensationsprodukte des Acetons entstanden zu sein.
Nicht wesentlich besser war das Resultat, als ich in die
mit Äther verdünnte Ester-Ketonmischung Natriumamid (2 Mol.)
allmählich eintrug.
So blieb denn — trotz der Kostspieligkeit des Verfahrens
— nichts anderes übrig, als zu arbeiten wie bei der Darstellung
des Acetylacetons und Benzoylacetons, wo das Keton (Aceton
bezw. Acetophenon) ohne Zusatz von Äther in einem Über
schuss des Esters gelöst und dann mit Natrium oder
Natriumamid behandelt wird. Nach folgendem Verfahren wird
ein ganz brauchbares Resultat erhalten.
In eine Mischung von 58 g (1 Mol.) Aceton (aus der
Bisulfitverbindung) und 208 g (2 Mol.) Propionester, die sich
in einem Rundkolben mit Rückflusskühler befindet, werden
unter guter Kühlung (Kältemischung) 78 g (2 Mol.) Natrium
amid in kleinen Portionen und unter häufigem Umschütteln
eingetragen. Die Einwirkung beginnt ganz langsam und wird
infolge der Kühlung nie heftig. Gegen Ende der Reaktion ist
der KofBeninhalt zu einem festen Kuchen erstarrt, dem man
noch etwas absoluten Äther als Verdünnungsmittel zugibt.
Das Gemisch bleibt 12 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur
stehen und wird dann mit Eiswasser und etwas Äther geschüttelt,
bis sich alles verflüssigt hat. Die vom Äther getrennte alkalische
Flüssigkeit säuert man eben mit verdünnter Essigsäure an und
fügt so lange Kupferacetatlösung zu, bis nichts mehr ausfällt
Die ausgeschiedene Kupferverbindung wird abgesaugt und zwar

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