Full text: Zum Verhalten der Ketone R-CH2-CO-CH3 bei der Kondensation mit Säureestern

IV. Methyläthylketon und Essigester. 
Auch hier wurde verfahren wie im vorigen Falle, d. h. es 
wurden die beiden Diketone, die sich bei der obigen ’ Konden 
sation bilden können, erst jedes für sich auf anderen Wegen 
rein dargestellt und in ihren Eigenschaften und Derivaten genau 
untersucht. Das eine Diketon, 
C 2 H, -CO-CH 2 -CO~CHa, 
kann als Propionylaceton aus Aceton und Äthylpropionat er 
halten werden: 
C2H5—COOGH.', -f CH 3 -CO CFK = C 2 H 5 —CO—CH.--CO—CFK 
+ C2H5—OH. 
Das andere, 
CHs - CO —CH(CHa) — CO — CHa, 
ist als Monomethylderivat des Acetylacetons schon von Fette') 
dargestellt worden und wird auch in einer Arbeit von Claisen * 2 ) 
kurz, erwähnt. 
Indem ich nun die beiden Diketone mit dem Produkt aus 
Methyläthylketon und Essigester 3 ) verglich, zeigte sich, dass bei 
dieser Kondensation nur Propionylaceton entsteht, ohne Bei 
mengung von Methylacetylaceton. Die Reaktion verläuft also 
ausschliesslich im Sinne der Gleichung: 
1) p e tte, Inauguraldissertat. München 1894, S. 21. 
2 ) Claisen, Ber. d. Deutsch, chem. Gesellsch. 24, 3916. 
3 ) Einige kurze Angaben über diese Kondentation finden sich in der 
Dissertation von Ehrhardt, München 1889, S. 22 und in der Arbeit von 
Claisen, Ber. d. Deutsch, chem. Gesellsch. 22. 1014.
	        

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