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c) Kondensation von Methyläthylketon und
Benzoesäureester.
In einem mit Rückflusskühler versehenen Rundkolben
wurden 16 g (ca. IVa Mol.) Natrium als Draht eingepresst und
mit 200 ccm Äther iibergossen. Hierzu wurde unter guter
Kühlung (Kältemischung) ein abgekiihltes Gemenge von 32,4 g
(1 Mol.) Methyläthylketon und 67,7 g (1 Mol.) Äthylbenzoat
auf einmal zugefügt. Trotz der Kühlung begann bald eine
ziemlich heftige Reaktion, die aber nicht lange andauerte. Nach
halbtägigem Stehen war, obgleich öfters umgeschüttelt wurde,
noch nicht alles Natrium verschwunden; selbst nach halbstün
digem Erwärmen auf dem Wasserbade waren noch Natrium
partikelchen sichtbar; erst nach 36stündigem Stehen waren
dieselben verschwunden. Nun wurde die dunkelrotbraune
Mischung mit Eiswasser versetzt, die ätherische Schicht abge
hoben und die wässerige nochmals mit Äther ausgeschüttelt.
Das durch verdünnte Schwefelsäure freigemachte Diketon nahm
ich mit Äther auf, schüttelte zur Beseitigung von Benzoesäure
den Auszug einige Male mit Sodalösung aus und trocknete
ihn über Chlorcalcium. Das Diketon ging nach zweimaliger
Destillation unter 12 mm Druck recht konstant, ohne erheblichen
Vor- und Nachlauf, bei 142—144° über. Die Ausbeute betrug
21 g oder 26,4 % der Theorie.
Inzwischen war ich mit dem Natriumamidverfahren be
kannt gewo r den und wandte dieses nun auch auf den vor
liegenden Fall an mit dem Resultat, dass die Ausbeute sich
auf ungefähr des 27->fache der vorigen erhöhte.
In eine Lösung von 21,6 g Methyläthylketon und 45 g
Äthylbenzoat in 200 ccm absolutem Äther wurden unter Eis
kühlung 23,4 g (2 Moleküle) feingepulvertes Natriumamid all
mählich eingetragen. Die Reaktion verlief sehr ruhig und gleich-
mässig. Nach 14stündigem Stehen war kein unverändertes
Natriumamid mehr zu sehen. Auch hier hatte sich das Reak
tionsprodukt braunrot gefärbt und nur wenig Natriumsalz ab
geschieden. Die Aufarbeitung, genau so vorgenommen wie bei

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