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Statt des Natriumsalzes wurde daher das Kaliumsalz an
gewandt, das, wie schon Fette beobachtet hatte, das Metall viel
leichter gegen Alkyle austauscht. Ich erhielt es, indem ich einer
Lösung von Benzoylaceton in dem zirka 12fachen Gewicht
trockenen Äthers die berechnete Menge von 48prozentigem ab
solutem methylalkoholischem Kali unter Eiskiihlung allmählich
zusetzte. Das Salz fiel sofort in glänzenden, feinen Blättchen
aus und wurde nach einigem Stehen rasch abgesaugt und mit
Äther nachgewaschen. Da es nach Fette 1 Molekül Wasser ent
hält, wurde es mehrere Tage im Vakuumexsiccator unter häufiger
Erneuerung der Schwefelsäure getrocknet.
Für die Methylierung wurde das Salz mit reinem Methyl
alkohol zu einem dicken Brei angerührt und etwas mehr als
die erforderliche Menge (l'/4 Mol.) Methyljodid unter Abkühlung
zugegeben. Wegen der grossen Neigung der Diketone R—CO—
Cfi(R)—CO—R zur Spaltung versuchte ich zunächst die Reaktion
in der Kälte (Eiskiihlung) durchzuführen. Nach einem halben
Tage hatte sich das Ganze zu einer schwach rötlichen Lösung
verflüssigt; nur ganz wenig Salz war am Boden noch vorhanden.
Indessen reagierte die Lösung selbst nach 5 Tagen noch alkalisch
und wurde erst nach halbstündigem Erwärmen auf dem Wasser
bade neutral. Die Aufarbeitung geschah in üblicher Weise durch
Abdestillieren des Methylalkohols, Zugabe von Eiswasser, Auf
nehmen mit Äther usw. Die tiauptmenge des resultierenden
Öles siedete unter 11 mm bei 141—143°.
Bei der Hauptdarstellung (mit 70 g Kaliumsalz) wurde die
aufängliche Eiskiihlung unterlassen. Bald setzte eine Reaktion
ein, die ich durch Einstellen in Wasser etwas mässigte und
nachher durch Erwärmen auf dem Wasserbad (bis zum Eintritt
der Neutralität) zu Ende führte. Die Rectifikation des abge-
geschiedenen Produktes unter 18—19 mm Druck ergab nach Ab
trennung eines nicht unbeträchtlichen Vorlaufs
4 g vom Siedepunkt 120—147°
6g „ „ 147-150"
35 g „ „ 150-160"

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