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a) Reines Propionylacetophenon.')
CHs —CH 2 - CO—CH 2 —CO—Csfis.
Zu 11,5 g Natriumdraht, der in 350 ccm absolutem Äther
verteilt war, wurde eine Mischung von 60 g Acetophenon und
75 g Äthylpropionat auf einmal und ohne Kühlung zugegeben.
Im Verlauf von ca. 3 /i Stunden war alles Natrium verschwun
den, ohne dass die Reaktion gerade stürmisch geworden wäre,
ln dem dunkelrotbraun gewordenen Reaktionsprodukt hatte sich
nach weiteren IV2 Stunden nur wenig festes Natriumsalz abge
schieden. Die ätherische Lösung wurde deshalb mit Eiswasser
ausgeschüttelt und die abgetrennte wässerig-alkalische Schicht
zur Entfernung unveränderten Ausgangsmaterials einige Male
mit Äther extrahiert. Alsdann wurde das Diketon mit ver
dünnter Schwefelsäure frei gemacht und durch mehrmaliges
Schütteln mit Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung
trocknete ich über entwässertem Glaubersalz, destillierte den
Äther ab und fraktionierte den Rückstand im Vakuum (13 mm).
Nach Übergang eines sauer riechenden Vorlaufs (unter 100°)
stieg das Thermometer rasch auf 143° und es ging nun die
Hauptmenge bei 144—146° über. Nochmalige Rectifikation
(unter gleichem Druck) lieferte ein fast ganz bei 144—145°
siedendes Produkt. Unter 11 mm Druck wurde der Siedepunkt
zu 141—143° gefunden. Die Ausbeute betrug 34 g, ent
sprechend 36,3% der Theorie.
Die Operation wurde nochmals wiederholt mit Anwendung
von 2 Atomen Natrium auf ein Molekül Acetophenon; auch
diesmal wurde in etwas längerer Zeit (1 Vs Stunden) alles Na
trium verbraucht. Nach dem Verschwinden des Metalls wurde
noch 20 Minuten auf dem Wasserbatie erwärmt. Sonst verfuhr
ich genau wie oben. Eine Verbesserung der Ausbeute wurde
durch die erwähnten Abänderungen nicht erzielt, wie das erste
Mal erhielt ich 34 g Diketon. Leider war mir, als ich diese
Versuche anstellte, die Methode der Kondensation mittelst
0 Eine kurze Notiz über diesen Körper findet sich in der Arbeit von
Beyer und Claisen, Ber. d. Deutsch, chem. Gesellsch. 20, 2181; vergl. auch
die Dissertat. von Stylos, München 1888, S. 34.

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