62
Damit war die Konstitution der Benzolazoketonoxalsäure
und damit auch die der Ketonoxalsäure seihst festgelegt.
Die Darstellung des Methyläthylketonoxalesters wurde mit
70 g Oxalester, 39 g Methyläthylketon und 12,9 g Natrium (letz
teres als Draht in 700 ccm Äther suspendiert) genau in der von
Muenk beschriebenen Weise vorgenommen. Der gewonnene
Rohester siedete unter 12 mm Druck fast vollständig bei 105 bis
107°; bei nochmaliger Destillation ging unter 11 mm Druck alles
bei 107" über. Die Ausbeute betrug 40 g.
Aus dem Ketonoxalester hatte schon Muenk die Benzol
azoverbindung,
Ci Hs—CO - C—CO—COOCa Hs
II
N-NH—CcHs,
als krystallinische Substanz vom Schmelzpunkt 90° dargestellt.
Ich habe es nicht für überflüssig gehalten, nochmals — und
zwar an dem Rohprodukt - festzustellen, ob dasselbe tat
sächlich, wie Muenk angibt, in wässerigen Alkalien völlig löslich
ist. 17,2 g des Ketonoxalesters löste ich in 100 ccm Normal
natronlauge und fügte die aus 9,3 g Anilin in üblicher Weise
bereitete Diazoniumchloridlösung allmählich unter Elskiihlung
zu. Die ölige Fällung war nach ca. 2 Stunden zu einer festen
Masse erstarrt. Durch Absaugen und nachfolgendes Abpressen
auf Ton wurden 20 g (= 74% der Theorie) von der rohen
Benzolazoverbindung erhalten.
Die feingepulverte Substanz wurde alsdann in einer Reib
schale mit verdünnter Natronlauge behandelt, wobei sich der
grösste Teil sehr leicht zu einer tief dunkelrotbraunen Flüssig
keit löste, während ein geringer, schwarzer, etwas schmieriger
Rückstand (1,5 g) hinterblieb. Die Natur dieser unlöslichen
Beimengung muss ich dahingestellt lassen, da es mir auf keine
Weise gelang, sie zur Krystallisation zu bringen. Jedenfalls
zeigt der Versuch, dass die rohe Benzolazoverbindung, wenn
auch nicht ganz, so doch zum weitaus überwiegenden Teil in
Alkali löslich ist.
Auch bei der Darstellung der freien Methyläthylketon
oxalsäure folgte ich genau den Angaben von Muenk und

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.