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1. Anilid
C2H5—CO—C—CH=N—GHä
Auf Zufügen von in Alkohol gelösten Anilin (1 Mol.) zu
der Lösung des ßenzolazokörpers (1 Mol.) in etwas Eisessig
nimmt die Flüssigkeit sofort eine tiefrote Farbe an und scheidet
nach kurzer Zeit das Anilid in hellrötlich gefärbten, büschel
förmig gruppierten, zarten Nüdelchen ab. Nachdem Absaugen
wurde es zweimal aus wenig Alkohol in der Flitze umkrystalli-
siert und so in rötlichgelben, sehr lockeren, mit einander ver
filzten Nüdelchen vom Schmelzpunkt 118—119° erhalten. Die
Ausbeute ist fast quantitativ.
1) 0,1399 g Substanz gaben 0,3745 g COa und 0,0797 g HsO;
2) 0,1530 g „ „ 20,7 ccm Stickstoff bei 22° und
763,5 mm Druck.
Berechnet für C17H17N3O: Gefunden:
73,12 0/0
6,09 %
15,06 %
5,73 %
73,01 %
6,37 %>
15,36 ° 5 o
C17 204
FL 7 17
Nä 42
0 16
279
100,00 0/0
Wenn die bisherigen theoretischen Herleitungen richtig
sind, so musste dieser Körper auch aus dem aus dem rohen
Natriumsalz mittelst Anilinchlorhydrat gewonnenen „«-Anilid“
zu erhalten sein, indem für letzteres ja die Zugehörigkeit zum
«-Oxymethylenmethyläthylketon angenommen wurde. In der
Tat lieferte das «-Anilid bei der Behandlung mit Benzol-
diazoniumacetat eine Substanz, die mit der obigen völlig
identisch war:
CsHs—CO—CFL—CH = C—C«FL + HO—N 2 —GH» =
CsHs-CO-C-CH - N-GiHr, + H.O
II
N—NH-GHf».
Zur Ausführung dieses Versuches wurde Anilin (1 Mol.)
mit Salzsäure und Natriumnitrit diazotiert und diese Lösung mit
der berechneten Menge Natriumacetet versetzt. Das Diazonium-

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