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3. Behandlung mit Anisoylchlorid.
Auf 12,2 g des in Äther suspendierten Natriumsalzes wurden
17 g Anisoylchorid längere Zeit einwirken gelassen. Die Anfangs-
reaktion verlief etwas lebhafter als im vorigen Falle. Die Auf
arbeitung geschah in schon beschriebener Weise, durch Zufügen
von Eiswasser usw. Was sich an Anisoat freiwillig an der
Schichtengrenze abgeschieden hatte, wurde abgesaugt, durch
Waschen mit Sodalösung entsäuert, getrocknet und einige Male
aus heissem Alkohol umkrystallisiert. Es erschienen hierbei
feine, nadelförmige Prismen, die sich durch ihren Schmelzpunkt
110—111° und durch die folgende Analyse als das schon im
ersten Abschnitt beschriebene Anisoat des ß. Oxymethylenketons,
CHä—CO—C(CHä) = CH - (0—CO—GH4—OCHa),
zu erkennen gaben:
0,2537 g Substanz gaben 0,6184 g CO2 und 0,1378 g H2O.
Berechnet für CiäHwO*:
Gefunden
Cl3
156
66,67 "/o
66,48 %
Hu
14
5,98 0/0
6,07 0/0
O4
64
27,35 0/0

234 190,00 0/0
Die bei der Verarbeitung verbliebene ätherische Lösung
wurde mehrmals mit wässerigem Natriumkarbonat ausgeschüttelt
und gab daran viel Anissäure ab. Alsdann verdunstet hinter-
liess sie nur wenig Rückstand, aus dem ein zweites Anisoat
nicht zu isolieren war. Vielleicht war dasselbe, weil weniger
beständig, bei dem Durchschütteln mit der Sodalösung in n Oxy-
methylenketon und Anissäure zersetzt worden.
Behandlung des rohen Natriumsalzes mit den Chlor
hydraten primärer aromatischer Amine.
Hatte die Behandlung des Natriumsalzes mit Benzoylchlorid
und m-Nitrobenzoylchlorid zu je zwei isomeren Acylderivaten
geführt, so musste die Einwirkung von salzsaurem Anilin zwei
isomere Anilide ergeben, ein Anilid des a- und ein solches des
ß. Oxymethylenketons:

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