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1. Um zu entscheiden, ob aus dem Keton R—CH2—CO—Cfi 3
und dem Säureester R'—COOC2H5 * *) das Diketon 1 oder II,
R—CHa—CO-CHa—ICO—Rj (|) oder
R
CH:,-CO—CH-|CO-R'| (II)
entsteht, wird man darauf ausgehen müssen, jedes der beiden
Isomeren zunächst für sich darzustellen, und zwar auf Wegen,
die einerseits die Mitentstehung des anderen Körpers aus-
schliessen und andererseits die Konstitution des dabei resul
tierenden Diketons unzweideutig erkennen lassen.
Für I ist dieser Wege gegeben durch Kondensation des
Säureesters R— CFK—COOC2H5 mit dem Keton Ctf 3 —CO — R' zu
R—Cfl 8 —CO|—CH2—CO— R'.
II kann als
i
1
chb-co-ch-co-r'
leicht aus dem Diketon Cü 3 —CO—Cfi-CHs—CO—R' durch
Alkylierung (Behandlung mit dem Alkyljodid RJ) erhalten werden.
Alsdann wird man diese beiden hinsichtlich ihrer Konstitution
und Eigenschaften bekannten Diketone mit dem Kondensations
produkt aus R— CH2—CO—Cf1 3 und R' . COOC2H5 vergleichen
und so die Natur des letzteren feststellen. 2 )
Als Beispiel diene die Kondensation von Methyläthylketon
mit Benzoesäureester, die je nach ihrem Verlauf zu
’) Das R des Ketons kann mit dem R' des Säureesters identisch oder
davon verschieden sein; die Markierung als R' ist nur zur besseren Aus
einanderhaltung der Reaktionskomponenten gewählt. Die in die Ketone
eingeführten Reste sind im Folgenden durch Umrahmung gekennzeichnet.
*) Dieser Weg ist in seinem ersten Teile schon von Claisen und
Ehrhardt beschritten worden. Die Konstitution des von ihnen aus Methyl
propylketon und Essigester erhaltenen Diketons wurde durch Vergleich mit
dem Produkt aus Aceton und Buttersäureester festgestellt.

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