Volltext: Untersuchung eines kleinen erdmagnetischen Störungsgebietes

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Vergleichen wir mit diesen Feststellungen die Verteilung der magne 
tischen Oberflächen-Dichte. 
In Station VII wurde eine sehr starke südmagnetische Dichte beobachtet. 
Diesem Befunde widerspricht die Polarisation der Basaltmasse 1. Dagegen 
stimmt hiermit überein die auf der gleichen Seite liegende Masse 2. Beachten 
wir noch, dass die Stücke von 2 gegenüber denen von 1 ein ungleich stärkeres 
magnetisches Moment besitzen, auch an der Nordseite keine der Masse 1 
parallelen Stücke aufzufinden sind, so werden wir auf eine nur geringe 
Mächtigkeit der Basaltmasse 1 schliessen dürfen, und haben damit eine leichte 
Erklärung für die in Station VII beobachtete starke südmagnetische Dichte ; 
zumal auch 3 ihre Südpole nach dort wendet. Die Lage des bei Station IX 
auftretenden Nordpols wird durch die beiden Basaltmassen 2 und 3 bedingt; 
sie resultiert nach den Gesetzen vom Parallelogramm der Kräfte aus der 
Mächtigkeit und dem magnetischen Momente beider. Wir erkennen also, 
dass die resultierende magnetische Achse unseres Gesteins in der Richtung 
von Station IX auf VII liegt, unter einem Winkel von 20°—30° gegen die 
Erdoberfläche geneigt; es zeigt sich damit eine gute Übereinstimmung mit 
dem in Karte VI dargestellten idealen Fall. 
Zum Schluss gehen wir über zur 
Darstellung des erdmagnelischen Potentials. 
Wie bereits auf S. 21 ausgeführt wurde, ist die Potentialdifferenz, und 
auf diese kommt es uns nur an, zwischen zwei Punkten gegeben durch die 
Gleichung: 
— — = — | X dft — / Y cos ff dqp. 
a 
Bei der ersten Berechnung wurde wieder Station VIII als Ausgangspunkt 
genommen, und später die gefundenen Werte auf Station I reduziert. 
Tafel IV gibt die für V berechneten Werte wieder. Nach ihnen ist die 
Karte V angefertigt. In ihr machen sich die Störungen des erdmagnetischen 
Feldes nur in geringem Masse bemerkbar, wie denn auch die Komponenten 
X und Y im Vergleich zu Z nur wenig gestört sind. 
Vorliegende Arbeit wurde von mir auf Veranlassung meines Vaters und 
mit gütiger Unterstützung von Herrn Professor Dr. L. Weber ausgeführt. 
Beiden sei an dieser Stelle mein ergebenster Dank ausgesprochen.
	        

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