Full text: Untersuchung eines kleinen erdmagnetischen Störungsgebietes

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. 
Durch Differentiation finden wir: 
— = 4,066 X 10~ 7 v — 3,7626 x 10~ 5 , woraus 
dv 
v min = 92,537 m und 
Z rain = 0.42647 folgt. 
Setzt man nun wieder in Station VIII Oviii = 0, und gibt die Ober- 
flächen-Dichte in Einheiten der fünften Dezimale des c • g • s • Systems an, 
so wird 
070=+ 20,7 
6 min — + 27,7 
Die gleiche Rechnungsmethode wurde auf die anderen drei Richtungen 
angewandt. Es wurde zwischen Station d und e in 
v = 112,4 m Entfernung von Station VIII aus ein weiteres 
Minimum ö = + 39,0 gefunden; der entgegengesetzte Pol liegt bei 
Station VII, wo e zu einem Maximum von 
ö = — 336,6 ansteigt. 
Station VIII, auf die bis jetzt f> bezogen wurde, liegt aber inmitten des 
Störungsgebietes; es werden also die auf VIII bezogenen Werte von a nicht 
die gesuchten, nur von den störenden Massen herrührenden, sein. Wohl 
aber wird man mit mehr Recht die Werte der Station I als eine für unsere 
Gegend normale bezeichnen können. Die Differenz der a zwischen VIII und 
I beträgt + 7,8 Einheiten der fünften Dezimalen. Um daher die wahren 
Werte zu bekommen, haben wir zu allen gefundenen Werten — 7,8 zu 
addieren. Tafel III zeigt in Spalte 3 die auf Station VIII, in Spalte 4 die 
auf I bezogenen Werte der fingierten magnetischen Oberflächen-Belegung, 
wie sie an die Stelle der unterirdisch vorhandenen störenden Gesteinsmassen 
gesetzt werden kann. Nach den Werten der letzten Spalte wurde Karte IV 
angefertigt. Die stark ausgezogenen Kurven geben die Nullinie, also die Orte, 
wo sich keine Störung im allgemeinen erdmagnetischen Felde bemerkbar macht, 
an; die feiner ausgezogenen Teile bezeichnen Südmagnetismus (—), die punktierten 
Nordmagnetismus (+)• Vergleichen wir diese Karte mit Karte VI, so werden 
wir eine gewisse Ähnlichkeit in der Anordnung der Oberflächen-Dichte nicht 
verkennen können. Legt man nämlich in Karte IV den Querschnitt durch 
die Stationen IX und VII, und trägt den Südmagnetismus wie in Karte VI 
schematisch nach unten, den Nordmagnetismus nach oben auf, so weisen 
beide Querschnitte grosse Übereinstimmung auf. Nur fehlt in Karte VI auf 
der Seite des Nordpols der abermalige Übergang von Nord zu Süd magne 
tischer Dichte, wie wir ihn auf Karte IV finden. Da man indes in Gebirgs 
gegenden wie unserem Untersuchungsgebiet vor plötzlichen erdmagnetischen 
Störungsherden nie sicher ist, so bin ich geneigt, diese Abweichung vom 
normalen Verlaufe der Karte VI auf eine neue Störung zurückzuführen, 
welche von Westen her in das Gebiet unserer Beobachtungen übergreift. 
Die gefundene magnetische Oberflächen-Belegung könnte demnach durch 
Gesteinsmassen erzeugt sein, deren magnetische Achse in der Richtung von 
Station IX auf Station VII liegt; der Südpol derselben müsste nach oben
	        

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