Full text: Der Lautstand der föhringischen Mundart

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in, wird genau so gebraucht wie im engl.: ei ysn (ne. at ours) bei uns, 
et jäven (ne. at yours) bei euch, et Vogens (ne. etwa at Brown’s) bei der 
familie Wögens, et hys (ne. at home) zu hause, et hm (ne. at church) 
in der kirche, et letst, et letsty (ne. at last) zuletzt, läoxi et (ne. to 
laugh at) lachen über, diar as e fol et ham er taugt nicht viel; gred (afr. 
gred, ags. grced) rasen, mek\k (nd. mäklig) gemächlich, gemütlich, nes 
(ags. nces Vorgebirge) in neshe'rn neshörn, die nordöstliche spitze Föhrs, 
9 nes hallig Langeness. 1 
3. Fö. e ist umlaut von wg. a (vgl. Siebs, P. gr. I 1 2 , 1183fgg.). 
Auch der endsilbenvocal der participia des präteritum der starken verba 
hat, wie alle nfr. mundarten zeigen, umlaut bewirkt. Er muss daher 
ein i-laut gewesen sein und ist im afr. bald mit i, bald mit e wieder 
gegeben: best (got. batists, afr. best, ags. betst) best, bles (mnd. bles, vgl. 
Zs. f. d. a. 35, 239) pferd mit weissem stirnfleck, deftig (mnd. deftich) 
tüchtig, kräftig, drey (mhd. drengen <*drangjan) drängen, cdl (afr. edel, 
ags. (Biel) edel, ey] (got. aggilus, afr. ags. engel) engel, erdgi (afr. er gern, 
ahd. arigön, erigön) ärgern, hek (ahd. hahhit, hehhit) liecht, lieh ft (afr. 
helf, got. *halbipa) hälfte, heln (afr. *ehaldin) gehalten, hemg (nd. handix) 
leicht zu handhaben, Icermi (afr. kermia, <*karmjan, vgl. as. karm 
lärm) jammern, klagen, unzufrieden sein, dasselbe bedeutet greni (ags. 
granian weinen), mensk (afr. mennislta, manniska) mensch, net (got. 
nati, afr. nette, ags .net) netz, rede (afr. hredda, ags. hreddan, <*hradjan) 
retten, sben (ags. spearrian, ahd. sperren) sperren, sedl (got. katils, afr. 
sxetel, ags.eetel) kessel, sgeb (as. skeppjan, ahd. scepfan) schöpfen, f en 
(afr. *tendia < *tandjan, dän. tcende) zünden, vem (afr. wenn, ags. wenian, 
as. wanian) gewöhnen, hysven ans haus gewöhnt (von tieren, die 
beim hause bleiben). 2 
4. Fö. e = afr. ags. e ist wg. o -f i- umlaut in geschlossener silbe: 
der (afr. dore, ags. dor) tür, desig (mnd. dosich, nd. dozig) wunderlich, 
drebli tröpfeln, dreb\ tropfen, ern (nd. (im) empfindlich, flet (zu ags. 
flotian?) milch abrahmen, hern (afr. hem, ags. hyrne, dän. hjorne) ecke, 
landzunge, in Neshe’rn, Udllie’rn nordost- resp. südostecke von Föhr, 
Sydvesthe’rn Südwesthörn auf dem friesischen festlande, kierm (afr. 
* kort da, nd. Borg) körnen, teert (afr. korta, ahd. kurzen) kürzen, tflebf 
klöppel, Rem insei Röm. 3 
1) Über dehnung zu aos. ei, ws. f vgl. § 32, 1, a; über a vor doppeltenues 
vgl. § 19, 2, b; über dehnung des a zu aos äo, ws. ä, q vgl. § 30, anm. 
2) Über dehnung zu e vgl. § 23, 2, zu aos. ei, ws. q, e vgl. § 32, 1, b. 
3) nemen (afr. nemen, ags. genomen) genommen hat e, das nach § 23, 3 e 
haben müsste.
	        
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