20
mittel entfernt ist, scheidet sich ein feinkristallinischer,
weißer Niederschlag ah. Es gelingt, das Additionsprodukt
vollständig analysenrein sofort zu bekommen, wenn man nur
ganz frisch destilliertes Chloral und ganz reines Phenylen
diamin anwendet. Ist das Chloral nicht frisch destilliert,
so erhält man leicht schmutzig grüne Abscheidungen, die
kaum zu reinigen sind und binnen kurzer Zeit verschmieren.
Auch ist es vorteilhaft, einen, wenn auch ganz geringen,
Überschuß von Phenylendiamin anzuwenden..
Der Körper schmilzt bei etwa 72°; die Verflüssigungs-
temperatur ist übrigens von der Art des Erhitzens abhängig.
Analyse.
0,1578 g Substanz gaben 0,2187 g C0 2 und 0,0511 g H 2 0
0,2501 g Substanz gaben 0,4162 g Ag CI.
Berechnet für:
C 8 H 9 0N 2 C1 3
C = 37,60 %
H = 3,53 %
CI = 41,63 %
Gefunden:
C = 37,76 %
H = 3,62 %
CI = 41,15%
Die Ausbeute erwies sich als annähernd quantitativ.
Das Phenylendiaminchloral ist leicht löslich in Äther,
sehr schwer, fast unlöslich in Ligroin. Durch Erwärmen
in ätherischer Lösung erleidet der Körper allmählich Ver
änderung. Die Versuche wurden in folgender Weise aus
geführt. Eine gewiße Menge des Chloral-o-phenylendiamins
wurde in trockenem, alkoholfreiem Äther gelöst und kürzere
oder längere Zeit am Rückflußkühler erhitzt. Hierauf wurde
Ligroin zugegeben und die Lösung der freiwilligen Ver
dunstung solange überlassen, bis eine genügende Menge aus-
krystallisiert war. Das auf diese Weise gewonnene Produkt
zeigte einen etwas höheren Schmelzpunkt. Merkwürdiger
weise führten die Kohlenwasserstoffanalysen zu Zahlen, die
auf einen etwas höheren Kohlenstoffgehalt, aber auch gleich
zeitig auf einen höheren Wasserstoffgehalt schließen ließen,

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.