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0 Ann. 302, 363.
So nahm ich z. B. einmal 1 Mol. Anilin auf 1,1 Mol. Chloral,
ein andermal 1 Mol. Anilin auf 2 Mol. Chloral, wobei sich
natürlich in letzterem Palle die Ausbeute bedeutend steigerte.
Bei den obigen Auseinandersetzungen ist angenommen
worden, daß ein Additionsprodukt vorliegt, welches als näheren
Bestandteil Chloralhydrat enthält. Es lag nun auch die
Möglichkeit vor, daß 2 Mol. Chloral mit einem Mol. Anilin,
entsprechend der Formel
C H (0 H) ■ C Cl 8
f H N v 1 ö
6 5^— CH ( 0H ). CClg ,
zusammengetreten sind und dieses Produkt mit 1 Mol. Wasser
auskristallisiere. Indessen führte der Versuch, jenen Körper
in wasserfreiem Zustande durch Einengen einer ätherischen
Lösung von Anilin mit stark überschüssigem Chloral im
Vakuum zu erhalten, nicht zum Ziele. Es hinterblieb schließ
lich das Wallach’sche Diphenamintrichloräthyliden,
CCloCHU
nhc 6 h 5
nhc 6 h 5
Chloral-p-Toluidin-Chloralhydrat.
OH
npi p tt —
3 —NHC 6 H 4 -CH 3 -CC1 8 -CH(0H) 2
Ein Additionsprodukt von p-Toluidin mit Chloral ist
schon von Eibner 1 ) isoliert worden. Ich habe daher gar
nicht erst den Versuch gemacht, den Körper gleichfalls dar
zustellen, sondern wandte mich der Frage zu, ob dieses
Chloral-Toluidin jene beim analogen Anilinderivat beobachtete
Verbindungsfähigkeit mit Chloralhydrat zeige. Dieses ist in
der Tat der Fall.
1 g p-Toluidin (1 Mol.) wurden in möglichst wenig
Äther, 3,48 g Chloral (2 Mol.) in 50 ccm Ligroin aufgelöst.
Dann wurde die ätherische Lösung zu der Ligroinlösung
gegeben. Auch hier schied sich zunächst ein geringer, gelb

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