95
Despröaux, que les regles sont donc inutiles; il röpondit que
la Menardiere avait püche dans la tragedie contre la premiere
et la plus essentielle de toutes les regles, laquelle est d’avoir
le genie de la podsie.«
Auch Magnon, der sehr schnell, aber schlecht ge
schriebene Stücke für die Gesellschaft des »Illustre Theätre«
schrieb, ist von B. auf seinen richtigen Platz, nämlich unter
die unbedeutendsten Versmacher gestellt worden.
§ 100. Etwas mehr Beachtung als die Genannten ver
diente entschieden Georges de Scudery; umso mehr als
Scudery’s Auftreten gegen Corneille B.’s Unwillen erregt hatte.
Die Eitelkeit und ein gewisser Drang, sich auf dramatischem
Gebiete zu betätigen, trieben Scudöry unaufhörlich an, immer
neue Stücke zu verfassen. 8 ) Daß der Stil und die innere
Durcharbeitung der Dramen unter der Massenproduktion leicht
zu kurz kommen konnte ist wohl zu begreifen. Die »sterile
abondance« 6 ) war es daher, gegen die B. besonders seinen
Spott richtete. (Sat. II, V. 77—86.)
Baterau 7 ) bemerkt zu diesem Urteil: »Wenn sich später
B. über Scudery und dessen Fruchtbarkeit als Bühnenschrift
steller lustig macht, so verliert dieser Spott jede Berechtigung,
wenn wir dagegen halten, daß Hardy 8 ) in doppelt soviel Zeit
wie Scudery etwa das fünfzigfache an dramatischer Produktion
geleistet hat.« Baterau hätte hinzufügen können, daß Massen
produktion auch keineswegs Minderwertigkeit bedingt. Das
bewies u. a. der große spanische Dramatiker Calderon. B.’s
Tadel der Massenproduktion an sich war also etwas voreilig.
Lotheissen“) rechnet Scudöry die Fruchtbarkeit seines Schaffens
sogar als Verdienst an und ist der Meinung, daß Scudery
durch Ausbildung einer gewissen Routine sich geradezu Ver
dienste um die französische Bühne erworben habe. — B.’s
Abneigung gegen Scudery ging indessen auch nicht soweit,
daß er alles, was Scudery geschaffen, schlechthin für minder
wertig erklärte. Bolseana (S. 474) »On m’accuse, disait
M. Despreaux, de ne rien louer de ce qu’a fait Scudüry, voici
pourtant deux beaux vers que je suis etonne qui soient de lui:
»II n’est rien de si doux pour les coeurs pleins de gloire
Que la paisible nuit qui suit une victoire.«

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.