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ecrivant le »Roman comique,« Scarron a eu le bon esprit
ou la chance de faire choix d’un sujet qui lui permet d’etre
en meme temps, vrai et burlesque. Le livre n’est bouffon que
parceque les personnages sont bouffons et doivent l’etre.«
Auch B. wird sich der im Roman zum Ausdruck gebrachten
Wahrheit und seiner Komik, die ihm bis heute eine andauernde
Wirkung verschaffte, nicht haben verschließen können. Es
waren eben die Helden des Romans wirkliche Menschen, die
eine lebenswahre Sprache redeten, hier geschildert worden.
B. zollte mit vollstem Recht einem solchen Werk seinen Beifall.
Kapitel VI.
Boileaus Urteile über die Verfasser von
lehrhaften Dichtungen.
§46. Meine Abhandlung wendet sich mit Fenelon, 1 )
dem Hauptrepräsentanten der didaktischen Dichtung dieses
Jahrhunderts, einer späteren Zeit zu. Sein berühmter päda
gogischer und zugleich auch politisch - satirischer Roman
Telemaque erschien erst 1699, also zu einer Zeit, in welcher
B. seine bedeutendsten Werke, die Satiren, Episteln und
Gesänge des Art poet. bereits abgefaßt hatte, ln diesen Werken
konnte demnach ein Urteil über den Telömaque nicht Platz
linden. Doch hat B. sich in einem Brief an Brossette vom
10. November 1699 bald nach dem Erscheinen dieses Buches,
das in Frankreich wie auch im übrigen Europa schnell viel
von sich reden machte, in ziemlich ausführlicher Weise
geäußert. »Vous m’avez fait un fort grand plaisir en m’en-
voyant le Telemaque de M. de Cambrai. Je l’avais pourtant
dejä lu. II y a de l’agrement dans ce livre, et une imitation
de l’Odyssee que j’approuve fort. L'avidite avec laquelle on
le lit fait bien voir que si on traduisait Homere en beaux
mots, il ferait l'effet qu’il doit faire, et qu’il a toujours fait.
Je souhaiterais que M. de Cambrai eüt rendu son Mentor
un peu moins predicateur, et que la morale füt repandue
dans son ouvrage un peu plus imperceptiblement et avec plus
d’art. Homöre est plus instructif que lui, mais ses instructions
ne paraissent point preceptes, et resultent de l’action du

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