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auf die Situation, und statt an die Zeichnung der Charaktere zu denken
suchte er hauptsächlich durch seltsame Verwicklungen und überraschende
Lösungen zu wirken. Seine Schauspiele wurden komplizierter; nicht in
der äußeren Form, welche die gleiche blieb, sondern in den künstlich
ausgesonnenen Verhältnissen der einzelnen Personen zu einander. (Gesch.
d. fr. Litt, im 17. Jahrh. II, S. 275.)
") Theodore, Acte III, scöne 1, V. 727-28.
48 ) ibid., Acte III, scöne 1, V. 779—780.
49 ) Corneille: Examen zum Heraclius.
60 ) Brunetiöre: Et. critique VI, S. 135.
61 ) Vgl. Lotheissen, Bd. II, S. 276 u. Lanson: Corneille, Cliap. VII, S. 131.
ба ) Vgl. § 111 und Anm. Nr. 37. — Ferner Laharpe, Lycee IV, S. 355.
— Marty-Laveaux: CEuvres de Pierre Corneille t. V. Notice sur Heraclius,
S. 116 und Hemon: Thöätre de P. Corneille t. IV. Etüde sur Höraclius, S. 14.
65 ) Vgl. Heraclius, Acte I, Scöne 1.
54 ) »Petitesse« ist wohl ein zu milder Ausdruck für einen der
artigen Fehler.
“) Heraclius, Acte V, Scöne 2.
56 ) Lycöe IV, S. 258. »Aprös Heraclius, le talent de Corneille
commence ä baisser.«
67 ) Vgl. Junker: Grundr. d. Gesch. d. fr. Litt., S. 173,3.
68 ) Acte III, Scöne 1. Vgl. Lotheissen, Bd. II, S. 305.
69 ) Lanson: Corneille, Chap. VII, S. 132.
60 ) In Wirklichkeit sind es einige Verse mehr. Art poet. III, V. 20—27.
61 ) Et. crit. t. IV, S. 143. — 62 ) Laharpe, Lycöe t. IV, S. 143.
68 ) Das Bolseana (S. 465) berichtet, daß diese beiden Epigramme
als nicht der Würde der übrigen Werke des großen Satirikers entsprechend
den begründeten Anstoß vieler erregten. — Wenn man also damals schon
diese Art der Kritik rügte, so muß wohl Revillout’s Rechtfertigungsversuch
dieses Verfahrens zurückgewiesen werden. R. meint nämlich, daß die
»lüttes litteraires« damals noch viel von der »rudesse des vieux äges«
bewahrt hätten. B. habe also nur etwas getan, was allgemein üblich
war. Rdlr. t. 34, 4. Serie, 4. 1890, S 476.
84 ) Hömon, der auch diese Deutung annimmt, findet B.’s Urteil zu
hart. »Sur l'Agesilas, l'öpigramme pouvait porter juste, mais eile s’appli
que moins bien ä l’auteur d’Attila qui devait etre encore l’auteur de
Psychö.« — Hemon: ßoileau. Les poösies diverses, S. 11.
бб ) Vgl. Memoires des Jesuites. Article 58, Mai 1717, abgedruckt
in Bd. III, S. 117 der Boileau-Ausgabe von 1772 nach Saint-Marc.
66 ) Vgl. Laharpe: Lycee, Chap. II, S. 284.
e7 ) Memoires sur la Vie de Jean Racine I, S. 99.
68 ) Über das weil in Gemeinschaft mit Moliöre gedichtete und
deshalb besonders interessante Drama Psyche ist uns leider kein Urteil
aus B.’s Munde erhalten. — Über das Lustspiel »Le Menteur« vgl. § 176.
69 ) Nach Brossette sollen sich diese Verse auf Corneille beziehen,
der eine beträchtliche Summe empfing, um seinen Cinna einem gewissen
Montoron zu widmen.

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