Full text: Die Urteile Boileaus über die Dichter seiner Zeit

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65 ) Gesch. d. franz. Litteratur im 17. Jahrhundert. Bd. I, S. 242. 
M ) Vgl. Marmontel: E16m. de Litterature. t. VI. Satire. S. 139. — 
Revillout. Rdlr. t. 34. 4>üme S6rie 4. 1890. Si 486. 
S5 ) Fahre: Les Ennemis de Chapelain. Chap. XXVII. S. 644,663, 665. 
66 ) B. war, als er seine ersten Angriffe gegen Chapelain richtete, 
24 Jahre alt. 
87 ) Mühlau: Chapelain. Einleitung. S. 2. — Vergl. ibid. Kap. VII. 
Seite 103. 
8S ) Ausgabe vom Jahre 1695. — 69 ) Brief vom 15. Dezember 1674. 
70 ) Das satirische Gedicht »Chapelain decoiffe« ist bei meinen Aus 
führungen unberücksichtigt geblieben. B. berichtet nämlich (Lettre du 
10 decembre 1701 ä Brossette), daß nicht er, sondern neben Racine und 
anderen besonders Furetiöre den größten Anteil an der Abfassung desselben 
gehabt habe. Ich unterlasse es deswegen, auf seinen Inhalt näher 
einzugehen, da nicht festgestellt werden kann, wie groß B.’s Anteil in 
Wahrheit daran ist. Besser wäre es gewesen, wenn B. die Hände über 
haupt davon gelassen hätte; denn dem Verfasser der bekannten Verse 
Sat. IX, V. 211—212 (Vgl. § 19) stand selbst nur eine geringfügige Anteil 
nahme an diesen Versen übel an. Vgl. Bourgoin: Boileau. Petit de Iule- 
ville t. V. S. 154. — Nach Menage wäre B. der Verfasser des Chapelain 
döcoiffe. (Menagiana I, 47). — Auch Chapelain hielt B. dafür. Vgl. Fahre. 
Les Ennemis de Chapelain. Chap. XXVII. S. 628, 645 und S. 673 und 
Mühlau. Chapelain. Kap. VII. S. 102. Ich glaube indes, der Aussage B.'s 
mehr Glauben schenken zu dürfen. 
71 ) Vgl. Bourgoin - Boileau. Petit de Iuleville. t. V. S. 190. 
”) Marmontel: Elements de Litt. t. IV. Poesie. S. 386. 
7S ) Unter den modernen Kritikern bringt nur Duchesne eine ganz 
vereinzelte Meinung zum Ausdruck. Er wirft den Urteilen B.’s Einseitig 
keit vor. >11 efface la part du bien: aux pobtes heroi'ques, il ne tient 
nul compte de leurs heiles inspirations dramatiques ou religieuses; de 
leurs sages maximes critiques; de leurs progres de raison ou de style 1 
Tout cela est rejete dans l’ombre, et des ecrivains judicieux, brillants 
dont le malheur avait 6t6 surtout de partager quelques travers de leur 
temps et de parier sa langue, sont stigrnatises comme des fous et de 
grotesques pedants.« Hist, des Pohrnes dpiques. Chap. X. S. 253. 
Anmerkungen zu Kapitel III. 
l ) Brunetiöre gibt uns eine Erklärung, wie B. aus seiner ganzen 
ästhetischen und philosophischen Anschauung heraus das Burleske und 
Groteske in der Litteratur überhaupt verurteilen mußte, gleichgültig, ob 
es nun in lyrischer, epischer oder dramatischer Form auftrat: »aprcs 
avoir fonde les rögles en nature, qu’y avait-il de plus logique et de plus 
consöquent que de vouloir les fonder en raison ? Nous imiterons donc 
la nature, et nous ne l’imiterons fidblement, mais ne l’imiterons qu’en 
tant que rationelle — — — Cela veut dire, que nous n’imitons la
	        

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