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ment pardon aux gcns en leur marchant sur le pied. Toute
fois il parle trop souvent de cet embarras pour ne pas l’eprouver
reellement un peu.«
Ebenso ironisch gemeint sind die Verse 200—203 der
selben Satire, in denen B. Quinault der Oberflächlichkeit be
schuldigt.
»II est vrai que Quinault est un esprit profond,
A repris certain fat, qu’ä sa minc discrete
Et son maintien jaloux j’ai reconnu poete.«
Sat. IX, V. 98 figuriert Quinault’s Name wiederum am Ende
eines Verses unter einer Gruppe der elendesten Verstnacher,
und abermals dem Reim zu lieb. B. gesteht hier auch offen,
daß ihm die Namen solcher Versmacher nur als Füllwörter
in seinen Versen dienten; denn Sat. IX, V. 99 —100 sagt
B. von diesen:
»Dont les noms en cent lieux, plaees comme en leurs niches,
Vont de nos vers malins remplir les hemistiches?«
An dem ironisch gemeinten Vergleich Quinault’s mit
Virgil schien B. ein besonderes Wohlgefallen gefunden zu
haben; denn V. 288 heißt es:
»Je le declare donc. Quinault est un Virgile.«
B. tat hier so, als ob er sein spöttisches Urteil be
reuen und zurücknehmen wollte. In Wirklichkeit trieb er mit
kalter Grausamkeit den abgeschossenen Pfeil nur weiter in
die Wunde des Gegners. 53 ) Ein wirklich ernst gemeinter
Vergleich Quinault’s mit Virgile findet sich erst im Vorwort
der Ausgabe von 1683, als in B. eine gerechtere Würdigung
Quinault’s Platz gegriffen hatte. Hier heißt es: »Je n’ai pas
pretendu - - — — qu’il n’y eüt point d’esprit ni d’agrement
dans les ouvrages de M. Quinault, quoique si eloignes de la
perfection de Virgile.«
§ 161. Ganz im Geiste der Satiren sind wiederum einige
Verse aus dem Lutrin V, V. 191 — 93.
»Viens, et sous ce rempart ä ce guerrier hautain,
Fais voler ce Quinault, qui me reste ä la main.
A ces mots, il lui tend le doux et tendre ouvrage.«
Mit den charakteristischen Eigenschaften der Helden der Qui-
nault’schen Dramen, »doux et tendre,« bezeichnete B. die
äußere Erscheinung des Werkes selbst. 63 “) Eine Stelle aus einem

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