Die Entzündungen des Wurmfortsatzes weisen in man
cher Beziehung gewisse Eigentümlichkeiten auf, die sich
durch die besonderen anatomischen Verhältnisse der Ileocoe-
calgegend ergeben. Die Lagebeziehung der erkrankten Appen
dix zur Umgebung und zur serösen Auskleidung der Bauch
höhle bringt es mit sich, daß das klinische Symptomenbild
oft ein recht mannigfaltiges ist. Das Peritoneum beteiligt
sich fast regelmäßig. Fälle, hei denen sich der Entzündungs
prozeß auf den processus vermiformis beschränkt, sind sehr
selten. Auch schon bei einfachen Katarrhen ist vielfach
eine Fortleitung der Entzündung durch die Wand der Appen
dix zu beobachten. Es zeigt sich zunächst Rötung der
Serosa, dann fibrinöser Belag. Im weiteren Verlaufe kommt
es zu einer adhaesiven Entzündung, die sich je nach der
Stärke der Infektion in verschiedenem Grade entwickeln kann.
Die Folgen sind fibrinöse Verklebungen entweder mit dem
parietalen Blatte des Bauchfalls oder mit benachbarten Or
ganen. Der weitere Verlauf kann sich verschieden gestalten.
Entweder kommt es zu einem völligen Rückgang der Er
scheinungen; infolge der großen Resorptionskraft und bac-
tericiden Fähigkeiten des Peritoneums kann eine allmähliche
Resorption des Infiltrates eintreten. In anderen Fällen aber nimmt
die Entzündung ihren Ausgang in Bindegewebsbildung. Durch
Organisation der fibrinösen oder fibrinös-eitrigen Exsudatmassen
bilden sich narbige Bindegewebszüge in der Umgebung des
Coecum und des Wurmfortsatzes. Sie veranlassen häufig
Adhäsionen der Appendix mit verschiedenen anderen Teilen,
der Bauchwand, dem Darm oder auch einem Organ im

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