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an. Das Bild des Abdomen nur wenig verändert. Mäßig
geblähte Schlingen oberhalb der Incisionswunden sichtbar,
darüber deutlich vermehrte Peristaltik zu erkennen. Kly-
stiere auch in Knieellenbogenlage ohne jeglichen Erfolg. Er
brechen hält au. Deshalb Abends Operation: Anlegen einer
Schrägfistel im Dünndarm von einem medianen Schnitt im
Hypogastrium in der am stärksten geblähten leicht zugäng
lichen Schlinge. Reichlicher Dünndarminhalt und Darmgase
entleeren sich.
6. III. Abends hat sich bereits die Passage nach ab
wärts wiederhergestellt, es gehen spontan Winde und am
10. III. erfolgt auf Klysma reichlicher fester Stuhl.
Der weitere Verlauf war frei von irgendwelchen Com-
plicationen. Die Heilung der Fistel vollzog sich glatt. Pat.
befindet sich völlig wohl.
6. Fall. Der 35 jährige Arbeiter Wilhelm B. hat im
Laufe der letzten beiden Jahre zwei Anfälle von schwerer
diffuser Peritonitis nach Appendicitis durchgemacht. Beide
mal wurde Pat. vom Arzt aufgegeben. Der Arzt, der einen
dritten Anfall fürchtet, schickt den Patienten zur Operation
in die Klinik.
Am 13. XI. 1905 wurde die Operation vorgenommen.
Bei Eröffnung der Bauchhöhle sieht man die Ein
geweide in großer Ausdehnung unter sich und mit dem
parietalen Peritoneum verwachsen. Die Verwachsungen
sind zum größten Teil derb. Die Appendix nimmt ihren
Verlauf hinter dem Coecum nach außen oben, ihre Fort
setzung löst sich in compacten Adhäsionen und Schwie
len auf. Beim Versuch, ihn zu verfolgen, wird inmitten
von Granulationen ein haselnußgroßer Kotstein gefunden.
Abtragung des noch vorhandenen Restes der Appendix.
14. XI. In der Nacht und heute Morgen mehrfaches
Erbrechen.Das Erbrochene nimmt im Laufe des Tages
kotige Beschaffenheit an. Pulszahl steigt von 96 auf 140,
Fülle bedenklich nachlassend. Leib aufgetrieben, Klagen
über starke Leibschraerzen. Daher wird abends die Naht
wieder aufgetrenut. Der Darm wird eröffnet, entleert, und

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