22
Lunge ohne besonderen Befund.
Herz: zweiter Aortenton accentuiert. Puls etwas ge
spannt, regelmäßig, voll, 68. Geringe Arteriosclerose.
Abdomen nur wenig aufgetrieben, im rechten Hypo
gastrium etwas stärker. Links neben der Mittellinie ober
halb der Symphyse eine 12 cm lange Laparotomienarbe.
Rechts eine 6 cm lange, 3 cm breite Narbe. Eine dritte
10 cm lauge in der lleocoecalgegend, reicht bis an das
obere Ende der zweiten. Beim Aufrichten wird die linke
Narbe eingezogen, die rechte unten vorgewölbt. Hier wird
die Bauchwand nur von dünnem Narbengewebe gebildet,
dem unmittelbar Darm anliegt. Doch erscheint das Narben
gewebe nicht mit dem Darm verwachsen. Man sieht rechts
in der Narbengegend Peristaltik, aber keine vermehrte, und
man fühlt in der Tiefe zwischen Nabel und spina anterior
superior eine rundliche, weiche Resistenz (geblähte Darm
schlinge), die nach dem Coecum hin druckempfindlich ist.
Das Coecum ist fast leer. Rechts fühlt man beim Palpieren
des öfteren Gurren.
Uterus etwas nach links und hinten verdrängt, retro-
vertiert. Es läßt sich keine abnorme Resistenz im kleinen
Becken nachweisen.
Der untere Leberrand schneidet den Rippenbogen inner
halb der Mammillarlinie. Unterer Magenrand in Nabelhöhe.
24. IX. Operation in Sauerstoff-Chloroform-Narcose.
Pararectaler, etwas schräger Längsschnitt trifft die mittlere
Narbe, welche in ihrer Längsrichtung durchtreuut wird.
Man gelaugt gleich auf den von Adhäsionen umgebenen
Darm, welcher mühsam isoliert wird. Netz ist adhärent und
wird gelöst. Das Ileum ist in seinen untersten 40—50 cm
mehrfach an der Bauchwaud, im kleinen Becken uud mit
sich selbst verwachsen, so daß es nur einer sorgfältigen
Präparatiou gelingt, den Darm frei zu machen. Eine eigent
liche Strictur läßt sich nicht nachweisen, aber die durch die
Adhäsionen bedingten vielfachen Knickungen uud eventuellen
Zerrungen erklären leicht die ileusartigen Zustände. Das
ganze untere Ileum und Colon ascendens wird ausgeschaltet
und von Adhäsionen freierJDünndarm dicht oberhalb der

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.