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152, klein, erholt sich nach Camplier etwas. Eingefallenes
Gesicht, weite Pupillen. Abdomen stärker aufgetrieben,
dicht unter dem Nabel bei tiefem Druck empfindlich. Kot
erbrechen, keine Winde, kein Stuhlgang.
11h vorm. Operation in Chloroform-Aether-Narcose.
Laparotomie: Medianer Schnitt von der Mitte des Epigastrium
bis 3 Finger breit oberhalb der Symphyse eröffnet das Peri
toneum links vom Nabel. In die Peritonealwunde drängen
sich sofort stark geblähte etwas hyperämische Dünndarm
schlingen mit spiegelndem Peritoneum. Die Dünndarm
schlingen werden ausgepackt. Der Dickdarm ist leer, der
Dünndarm ist bis an die Valvula Bauhini stark gefüllt, im unter
sten Ileumteil sind die Schlingen sehr stark byperämisch,
leicht verklebt, an einzelnen Stellen mit Fibrin bedeckt. Bei
Lösung der Verklebungen zeigt sich ein kleiner querer Spalt
perforiert. Der processus vermiformis ist mit der Spitze an
der Dünndarmschlinge verwachsen, über welcher er nahe
der Ileocoecalklappe reitet. An dieser Stelle befindet sich
ein vollständig gangränöser Schnürring. Eröffnung des
Dünndarms an mehreren Stellen und Entleerung des Darm
inhalts. Schluß der Öffnungen durch Darmnaht. Abtragen
des Wurmfortsatzes mit Manschettenbildung und Versorgung
des Stumpfes in typischer Weise. Abklemmen des Ileums
30 cm oberhalb mit großer Quetschzange. Seidenligatur
und Tabaksbeutelnaht. Abquetschen des Dünndarms dicht
am Coecum, Versorgung des Stumpfes mit Tabaksbeutelnaht.
Seitliche Enteroanastomose zwischen Dünndarm und Coecum.
Zwirnknopfnaht. Fortlaufende Zwirnnaht. Verband. Nach
der Operation Rotweinklystiere und Campherinjectionen.
3 h nachm. Pat. ist bei Bewußtsein, spricht mit den
Angehörigen. Puls etwas besser.
4 h nachm. Pat. sehr unruhig. Temp. 39,0.
ö'/a h nachm. Nach lebhaften Bewegungen plötzlich
Collaps. Exitus letalis.
Die Section ergiebt: keine Schlehenkerne im Darme.
Ausgebreitete Peritonitis. Sehr starke Erweiterung und um
schriebene Hyperämie und Haemorrhagie des Dünndarms.

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