einer abnormen Lagerung der Appendix. Für gewöhnlich
entspringt sie aus der hinteren inneren Wand des Coecums
und hängt frei in die Bauchhöhle hinab, an der Stelle des
Mac B u r n e y 'sehen Punktes. Er kann aber auch verlagert
sein, z. B. nach oben umgescblagen oder in der Gegend
des Nabels sich befinden. Tritt nun eine Appendicitis und
Fixation der Spitze des Wurmfortsatzes auf,, so vermag er
unter ihm liegende Darmschlingen ebenso zu comprimieren,
wie ein peritonitischer Strang, auch können unter Umständen
unter ihm Einklemmungen zustande kommen. Eine Fixierung
der Appendix kann selbst bei chronischen symptomlosen
Appendicitideu Vorkommen, sobald nur die Entzündung auf
die Serosa übergreift und das vor Verklebung schützende
Epithel zerstört. Auf eine andere Möglichkeit für das
Zustandekommen von Adhäsionen am Wurmfortsatz hat
Sonnen bürg hingewiesen. „Zu Zeiten häuft sich unter
bestimmten Bedingungen im Innern des Appendix der In-
fectionsstoff derart, daß der Innendruck einen sehr hohen
Grad erreicht und eine große Toxinmenge durch die Wand
hindurchfiltriert, aufs freie Peritoneum gelangt und dort eine
serofibrinöse Entzündung von beschränkter Ausdehnung er
zeugt. Das Serum wird resorbiert, das Fibrin bleibt, orga
nisiert sich und giebt Anlaß zu dauernden Adhäsionen.“
Von großer Bedeutung für die Prognose und Therapie
ist es, zwei Arten des mechanischen Ileus zu unterscheiden,
den Occlussionsileus, bei welchem es sich um eine einfache
Verschließung des Darmlumens bandelt, und den Stran-
gulationsileus, bei dem außerdem noch Circulationsstörungen
im Mesenterium vorliegen. Infolge des Abschlusses der
Blutzufuhr leidet bei der Strangulation die Ernährung des
Darms in hohem Grade. Die Darmwand wird außerordentlich
rasch für Bacterien durchgängig und fängt bald an nekrotisch
zu werden. Die frühzeitige Erkennung der Strangulation
ist deshalb von großer Wichtigkeit. Charakteristisch für den
Strangulationsileus sind die Erscheinungen eines Shocks, der
sich rasch zum Collaps steigern kann. Außerdem ist das
Verhalten des Schmerzes bedeutungsvoll. Er ist bei der
Strangulation gewöhnlich ein sehr heftiger, von mehr au-

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