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Es handelt sich um den 25 Jahre alten Matrosen
Otto Z.
Am 3. VI. 05 begab sich Patient in ambulante ärzt
liche Behandlung wegen tauben Gefühls und Schwäche
in der linken Hand, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit.
Am 9. VI. 05 wird Patient als dienstunfähig dem Marine
lazarett Kiel überwiesen. Patient ziemlich kleiner,
schwächlicher Mann mit schwach entwickelter Musku
latur. Gesichtsfarbe blaß und kränklich. Pupillen reagieren
gut auf Licht und Konvergenz. Reflexe, Sensibilität
normal. Beim Stehen mit geschlossenen Augen tritt
Schwanken des Körpers ein. Am 12. VII. 05 wird beim
Patienten Stauungspapille beiderseits gefunden mit zwei
flachen Blutungen links und einer Blutung rechts, außer
dem erweiterte Gefäße und weißliche Strichelungen.
Wegen Verdachts auf Lues Einleitung einer antiluetischen
Behandlung.. Injektionskur und Jodkalium. Es tritt keine
Besserung ein.
Poliklinische Untersuchung 22. VII. 05.
Otto Z., 25 Jahre alt.
Heredität, Potus, Lues negiert.
Früher stets gesund. Mai d. J. Beginn mit Kriebelu
in der linken Hand und Taubsein, allmählich auch auf
das linke Bein übergehend. Im Anschluß daran langsam
fortschreitende Parese beider linker Extremitäten. All
mähliche Abnahme des Sehvermögens, starke Kopf
schmerzen, in der Gegend des rechten Scheitelbeins
besonders stark. Nie Erbrechen. Vor zirka 2 Wochen
Stauungspapille festgestellt.
Status.
Beide Pupillen verzogen. Reaktion auf Licht links
ganz minimal, rechts etwas mehr. Reaktion auf Kon
vergenz vorhanden. Strabismus convergens beiderseits.

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