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gleichnamigen Muskeln auf beiden Seiten. Seh- und
Qehörstörungen, Pupillenveränderungen, Ataxie des
Rumpfes beim Gehen und Stehen werden ebenfalls dabei
beobachtet. .Bei Druck auf die Vena magna Galeni wird
ein mächtiger Hydrocephalus internus erzeugt, derselbe
kann, wenn das Gefäß infolge der Kompression nicht mehr
durchgängig ist, ziemlich plötzlich auftreten.
Bei den Geschwülsten im Hemisphärenmark und in
den Zentralganglien bietet die Diagnose oft recht große
Schwierigkeiten. Da jedoch entweder durch direkte Be
teiligung oder durch Druckwirkung die innere Kapsel mit
ergriffen wird, so kommt es zu den Erscheinungen der
Hemiplegie, die meistens nicht mit einem Schlage, son
dern nur allmählich entsteht und nur unvollkommen aus
gebildet ist. Auch Zwangs- und automatische Bewegungen
kommen dabei vor. Zu häufigen Erscheinungen gehört
ferner Hemianaesthesie und Hemianopsia contralateralis.
Ferner können sich die Tumoren des Thalamus nach
Oppenheim durch die mimische Facialislähmung, sowie
durch Zwangslachen oder seltener durch den Ausfall der
mimisch automatischen Bewegungen äußern.
Das typische Herdsymptom der Brücke ist die
Hemiplegia alternans, bei welcher der Facialis, Abducens,
Trigeminus gleichzeitig oder einer derselben, recht oft
der Facialis, auf der einen und die Extremitäten dagegen
auf der anderen Seite gelähmt sind.
Die Basalgeschwülste erhalten ihr charakteristisches
klinisches Gepräge durch die häufige Mitbeteiligung der
an der Gehirnbasis verlaufenden Gehirnnerven. Die
Nerven werden dort entweder direkt von der Neubildung
ergriffen oder sind der Kompression ausgesetzt von dem
in der Nähe befindlichen Tumor. Oculomotorius, Abducens
sind anfangs meist einseitig beeinträchtigt, später zu
weilen doppelseitig. Wenn der Tractus opticus gedrückt
wird, entsteht Hemianopsie. Die Hypophysisgeschwülste

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