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Epilepsie das erste Krankheitssymptom ist, schwer
eruieren lassen. In den späteren Stadien wird die Hirn
drucksteigerung als das ursächliche Moment der Epilepsie
hingestellt. Die Epilepsie bei Tumor cerebri unterscheidet
sich oftmals von der genuinen Epilepsie durch gewisse
Merkmale. Einmal können Anfälle einfacher Bewußt
losigkeit von kürzerer oder längerer Dauer eintreten ohne
Zuckungen, dann auch können langdauernde Zuckungen
die Epilepsie bei Tumor vor der genuinen Epilepsie aus
zeichnen, und zwar sind es allgemeine Konvulsionen oder
Konvulsionen einzelner Gliedmaßen, die nicht oder nur in
geringem Maße von Bewußtseinstrübungen begleitet sind.
Erbrechen kann bei Tumor cerebri Vorkommen ohne
Rücksicht auf besondere Lokalisation des Tumors, wird
jedoch manchmal im ganzen Verlauf der Krankheit nicht
beobachtet. Oft bildet das Erbrechen einen Vorboten für
das Auftreten eines epileptischen Anfalles. Das Erbrechen
ist in der Regel unabhängig von der Nahrungsaufnahme
und tritt besonders regelmäßig ein, wenn die Geschwulst
im Kleinhirn oder verlängerten Mark ihren Sitz hat. Es
wird allgemein angenommen, daß das Erbrechen durch
Reizung des Brechzentrums ausgelöst wird.
Die Patienten bezeichnen die bei ihnen auftretende
Benommenheit oft als Schwindel. Doch kommen auch
wirkliche Schwindelanfälle vor. Bei den Geschwülsten
des Kleinhirns und der Kleinhirnschenkel gehört der
Schwindel zu den Frühsymptomen. Häufig tritt der
Schwindel auch ein bei den Tumoren der Vierhügel, der
Brücke und des verlängerten Markes. Ebenso sind Augen
muskellähmungen bekanntermaßen von Schwindel be
gleitet.
Pulsverlangsamung tritt in großer Anzahl von Fällen
dauernd oder vorübergehend ein und ist als Allgemein
symptom zu bezeichnen. Doch sind es namentlich die
Geschwülste des verlängerten Markes, die eine Pulsver

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