Full text: Über neue Umwandlungsprodukte des Succindialdehyds und speziell sein Verhalten bei der Bromierung

Experimenteller Teil. 
Bemerkung zur Darstellung des Succindialdehyds. 
Zu der Darstellung des Succindlaldehyds ') durch 
Einleiten von gasförmiger salpetriger Säure in eine 
stark gekühlte wässrige Suspension des Succindialdoxims 
ist noch folgendes nachzutragen. Es genügt nicht, das 
Gas nur bis zur Lösung des Oxims einzuleiten. Dampft 
man nämlich eine solche Lösung im Vakuum aus einem 
Ölbad ein, so sind mehrfach schon unter 120° heftige 
Explosionen vorgekommen. In den wässrigen Vorläufen 
befand sich in diesen Fällen nur wenig oder gar kein 
Succinaldehyd. Es muss sich wohl beim Einleiten der 
salpetrigen Säure zunächst ein lösliches Zwischenprodukt 
bilden, welches sich beim Eindampfen explosionsartig 
zersetzt. Man muss in die tiefbraun gefärbte Lösung 
noch solange die nitrosen Dämpfe einleiten, als noch 
grade weisse Blasen von Stickstoffoxydul gebildet werden. 
Dieser Moment tritt etwa in der doppelten Zeit ein, 
als zum Lösen des Oxims nötig war. Bei einiger Übung 
gelingt es leicht, diesen Augenblick zu erkennen. Es 
ist dann nie eine Explosion vorgekommen. Die Aus 
beute war die vorgeschriebene. 
Andrerseits wurde beobachtet, dass bei allzulangem 
Einleiten plötzlich ein kristallinischer Niederschlag in 
*) Harries, Ber. 35, 1183 (1902).
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.