Emblembücher

Beschreibung: Embleme sind lehrhafte Bilder, die mit einem Motto und einer erklärenden Beschreibung versehen sind. Sie wurden im 16. Jahrhundert populär und dienten bis ins 18. Jahrhundert hinein vor allem dem Bürgertum, der Geistlichkeit und dem Adel als Lebenshilfe. Die Sinnbilder stellen die sichtbare und unsichtbare Welt in Bild und Text dar, die Situationen sind aber als Symbole konstruiert. Angefertigt wurden sie unter anderem vom katholischen und protestantischen Geistlichen, Gelehrten und Dichtern. Die meisten Embleme haben eine moralische, lehrhafte Bedeutung und dienten dazu, das einfache Volk, aber auch die gebildeten Leute in der richtigen Lebensweise zu unterrichten. Es gibt zudem weltliche Liebesembleme sowie politische und religiöse Sinnbilder. Auch heute lassen sich Embleme noch häufig an Kirchenemporen entdecken, z.B. in Katharinenheerd auf Eiderstedt, aber auch in schleswig-holsteinischen Herrenhäusern finden, unter anderem auf Gut Roest bei Kappeln und Gut Ludwigsburg bei Eckernförde.

Die vollständig digitalisierte Sammlung in der UB Kiel umfasst 28 Emblembücher des 16. bis 18. Jahrhunderts in deutscher, niederländischer, italienischer, spanischer, französischer und lateinischer Sprache, teilweise auch mehrsprachig. Das älteste Emblembuch in der Sammlung ist eine Kostbarkeit: Es wurde 1567 gedruckt und stammt von dem italienischen Rechtsgelehrten Andrea Alciato. Er gilt als der erste, der Embleme angefertigt hat. Die Erläuterungen zu den Bildern und den Motti sind in lateinischer Sprache und zusätzlich mit deutschen Übersetzungen versehen.

Wie kommen Sie an die Daten? Am Ende dieser Seite finden Sie alle Emblembücher aufgelistet. Für die verschiedenen Zugänge zu den Daten finden Sie Dokumentationen zu den Schnittstellen und den Datenstandards.

Ideen:
 
  • Untersuchung immer wiederkehrender Motive
  • Integration mythologischer Elemente in Embleme
  • Aufbau einer Anwendung, die es ermöglicht, Embleme aus verschiedenen Quellen zu vergleichen

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.