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Die Lungen der warmblütigen Thlere zeichnen sich aber vor denen der Amphibien nicht bloß durch Kleinheit , und die größere Anzahl von Zellen aus , sondern weit mehr durch die erstaunliche Menge Blutfübrender Gefäße in ihnen , in welchem Betracht beide Wirklich nicht mit einander zu vergleichen sind . Dies lehrt schon die bloße Befchaf« fenheit frischer Lungen in lebendigen Thie« ren beider Klassen , aber auch eine mikro» fkopische Untersuchung , wenn man durch «ine glückliche Einspritzung die Gefäße der» selben mit einer gefärbten Flüssigkeit am füllt , die das Innerste durchdringt .
Denn wiewohl dann auch die Lunge» der Amphibien wunderbare dichkgewebtt Netze von Gefäßen zeigen , welche die Wan« de der Zellen ausnehmend schön färben , so ist dieses doch beinahe gar nichts gegen dit Anzahl derselben , und die Feinheit der viel , fach abgetheilten Zweige , welche endlich selbst das scharf , bewafnete Auge qicht«ehr verfolgen kann , wodurch sich die Lungen der Eäugethiere aaszeichnen .