Titel:
Über den Rhythmus in den Lebenserscheinungen
Beteiligte Personen:
Straus, Heinrich Wikipedia
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als bei der Rückkehr zur niedrigen Statt. Von der
Geburt bis zum dreizehnten Jahre, zeigt sich eine Ab-
nahme der Mortalität; die zweite 7jährige Periode ist
die glücklichste für den Menschen; doch steigt die
Mortalität in dieser Abnahme vom fünften bis zum
achten und eilften Jahr; vom vierzehnten bis zum
siebenunddreifsigsten findet "wieder eine Zunahme,
im achtunddreissigsten eine Abnahme der Sterblich-
keit Statt; dann kömmt wieder ein Steigen bis zum
siebenundvierzigsten, doch nur langsam. Das fünf-
undvierzigste Jahr gleicht an Sterblichkeit dem sie-
benunddreifsigsten; es findet also hier ein Stillstand,
dann wieder ein Wachsen bis zum siebenzigsten Jahr
Statt. Das 12 mal siebente . oder vierundachtzigste
Jahr, erreichen nur sehr Wenige; es wird von Eini-
gen fiir die Grenze des Lebens gehalten. Nach Ker-
seboom's Sterbelisten ist das erste und vierundacht-
zigste Jahr an Sterblichkeit sich gleich und am gröfsten.
Zu den rhythmischen Erscheinungen, welche ihren
Grund in der Nothwendigkeit des Rhythmus jeder
Bewegung haben, gehören noch die Entscheidungen
der Krankheiten nach bestimmten Tagen ihres Auf-
tritts; es sind diefs die dies decretorii der Alten, über
deren Existenz und Wichtigkeit die Aerztg aller Zeiten
verschiedener Meinung waren v).
Es gehört nicht zu unserm Zwecke, die Lehre der
kritischen Tage ausführlich zu behandeln, wefshalb
wir hier nur die Wichtigkeit, welche auch in dieser
die Zahl 7 einnimmt, herausheben. Die genauesten
Beobachter älterer und neuerer Zeit, wie Hippocrates,
Galen, Van Swieten, Fr. Hoffmann, de Haen,
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*) S. Gruner a. a. O. pag. 44^-