Titel:
Über den Rhythmus in den Lebenserscheinungen
Beteiligte Personen:
Straus, Heinrich Wikipedia
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nervus, vena, arteria, caro, cutis." Alle 7 Jahre wird
die Substanz des Körpers unigeschaffen *) Mir scheint
das ganze menschliche Leben in seiner Entwicklung am
passensten in 7 Perioden eingetheilt werden zu können ;
diesen allen liegt die Zahl 7 zu Grunde: 1) das Fötus-
alter; 2) das Säuglingsalter bis zum vierzehnten Mo-
nat; 3) das Kindesalter bis zum siebenten; 4) das
Knaben- und Mädchenalter bis zum vierzehnten; 5)
das Jünglings- und Jungfrauenalter bis zum einund-
zwanzigsten; 6) das Mannesalter bis zum dreiundsech-
zigsten Jahre; 7) das Greisenalter. Die Uebergänge die-
ser Lebensalter von einem ins andere, sind die Haupt-
revolutionen im Leben, und oft von krankhaften selbst
lebensgefährlichen Zufällen begleitet, und defshalb mit
Recht von den Alten gefürchtet worden. Man kann
sich über diese plötzlichen Uebergänge oder gleichsam
Sprünge in der Natur eben so wenig wundern, als über
die Zufälle, die um die Zeit der Aequinoctien und
Solstitien entstehn, da doch dieser Uebergang eben-
falls allmählich Statt findet "'1).
Die Evolutionperioden übertreffen wie wir hieraus
sehn bei weitem die Involutionsperioden, da der Expan-
sionspol beim Menschen überhaupt der vorherrschende
ist. Die Periode der Acme des Lebens, hat die gröfste
Breite, umfafst nämlich einen Zeitraum vom 6 mal 7
Jahren; beim Weibe kann man das 49-Jahr als den
Wendepunkt ansehn, wo gewöhnlich die Menstruation
aufhört, und die Acme des Lebens umfafst nur einen
Zeitraum von 4 mal 7 Jahren. Dieses Yerhältnifs zeigt
wiederum das Vorherrschen der Expansion im Leben
des Mannes.
*) S. Fr. Hoffmann a. a. O.