Titel:
Über den Rhythmus in den Lebenserscheinungen
Beteiligte Personen:
Straus, Heinrich Wikipedia
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wahren die Fische in der Tropenwelt vor dem Mond-
licht, weil sie schneller faulen; die Fische in dunkler
Nacht gefangen, erhalten sich besser. Yon den Austern
und Muscheln sagt Gellius:,:) dafs sie bei zunehmendem
Mondesich vergröfsern, beim abnehmenden kleiner wür-
den. Aus dem Baume, der den Balsamus peruvianus lie-
fert, fliefst im September und October, den dasiegen
Frühlingsmonaten, blofs zur Zeit des Mondwechsels der
Balsam; in den Vierteln erhalt man keinen Tropfen.
Die Erndte des Ricinusöhls wird in Westindien zur
Zeit der Syzygien vorgenommen, da zu dieser Zeit die
Nüsse viel mehr Oehl enthalten als zu den Vierteln. Das
härteste Zimmerholz darf nicht zur Zeit des Neu - und
Vollmondes gefällt werden, da es dann zu saftig ist,
und schnell fault. Bäume müssen in den Syzygien ver-
setzt werden**). Aufser den erwähnten Schriften über
Mondeinflufs sehe man noch folgende :
Lit tre Est ne alicjuod lunae imperium in corp.
human.? Hal. 1747.
Rasching Diss, de lunae imp. in valet, corp. hum.
nullum. 1787*
Rappolt: Quae etquantae sunt vires solis ac lunae
in atmosph. nostr. perturbant. Stuttg. 1798.
*) S. Gel li us Noct. attic. Lib. XX. Cap. 8.
5. Schnurrer a. a. O,