Titel:
Über den Rhythmus in den Lebenserscheinungen
Beteiligte Personen:
Straus, Heinrich Wikipedia
45
bereits einigemal im Winter, Frühling und Sommer
schwanger geworden, aber nur die Früchte die sie im
September empfangen, sind bei ihr geblieben, die
Andera sämmtlich in den ersten Monaten von ihr ge-
gangen, meist ohne bekannte Veranlassung. Es scheint
also die Zeugungskraft bei dieser Frau, wie bei Thieren,
an eine bestimmte Zeit im Jahr gebunden zu seyn. Es
fragt sich ob solche Fälle häufig vorkommen.
D'Outrepont kennt 2 Schwestern deren Empfäng-
nifsfähigkeit an eine bestimmte Jahreszeit gebunden; sie
empfangen nur im Juni, gebären also nur im März.
Es sind beide geistesarme Subjecte. Sollte beim Manne
dieses Gebundenseyn der Zeugungskraft an eine be-
stimmte Zeit ganz fehlen ?
Auf Manilla sollen die Bewohner den Thieren gleich
periodisch in die Brunst kommen, die übrige Zeit aufser
Gemeinschaft mit einander leben '*). Die Anlage zu
contagiösen Krankheiten, ist an eine bestimmte Jahres-
zeit gebunden, gleich der befruchtenden Kraft des Saa-
mens w). Vernarbte Pestbeulen brechen meist zu der-
selben Zeit nach Jahresfrist wieder auf. Ein Wundarzt,
der die Pest überstanden, bekam alle Jahr zur selben
Zeit Recidive. Auch zu Paris schwollen seine Bubonen
jährlich an °*°). Der männliche Saamen kommt in
manchen Stücken mit den thierisehen Giften z. B. dem
Schlangen-und Tarantelgifte überein Die Wirkung
des Bisses der Tarantel und der Schlangen, sollen
*) S. Sonnerat 2ter Band pag. 83.
**) S. Trcviranu9 Biolog. 3tcr Band S. 4°7*
***) S. Schnurrer geogr. Nosologie.
****) S. Trevi ra nus a. a. O. 3ter Band.