Titel:
Über den Rhythmus in den Lebenserscheinungen
Beteiligte Personen:
Straus, Heinrich Wikipedia
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allgemeinen Naturgesetzen sich fügen mufs. Reproduc-
tion und Generation, Zeugung des Individuums,
Zeugung der Gattung, als das pflanzliche Leben im
Menschen, werden wir am deutlichsten diesen Rhythmus
befolgen sehen. Besonders deutlich zeigt sich dieser
wiederum in Krankheiten die den Menschen demThiere
nähern, indem sie niedere, bei Thieren normale Lebens-
formen im Menschen darstellen und ihn defshalb den
cosmischen Einflüssen näher rücken. So wie wir im
täglichen Rhythmus ein Steigen und Fallen, eine Evo-
lution und eine Involution sehen, so finden dies auch
im jährlichen Rhythmus Statt. Da die Reproduction
im Winter, wie in der Nacht gesteigert ist, ist defshalb
der Körper im Winter schwerer. Ponderis augmentado
fit in principio autumiii, diminutio in principio aestatis,
aestate corpora temperata sunt minoris ponderis, quam
hieme, tribus libris circi ter. Sanctqmus. John Lining00)
der genaue Versuche an sich selbst über die Gewicht-,
Zu- und Abnahme in verschiedenen Jahreszeiten, und
über das Verhalten der Se- und Excretionen in denselben
anstellte, fand, dafs er im Januar am meisten, 177
im October am wenigsten 159 ß "wog. Aus seinen
übrigen Versuchen ist folgendes das allgemeine Resultat:
die Urin secretion war im Februar am stärksten und be-
trug 2334 Unzen, im Juli am geringsten 1152 Unzen.
Die Perspiration hatte im September ihr Maximum er-
reicht, und betrug 2312 Unzen, im Januar ihre Mini-
mum, und betrug 1118 Unzen. Die Excretio alvina,
hatte im October ihr Maximum 226 Unzen, im
Februar ihr Minimum 96 Unzen. Man sieht hieraus
*) S- Stark a. a. O.
Philos, transact. Y. 1743- pag- 49l uní* ^ l74^* Paß» 3i8.