Titel:
Über den Rhythmus in den Lebenserscheinungen
Beteiligte Personen:
Straus, Heinrich Wikipedia
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Linie, der bildliche Ausdruck für das Zeitliche, also die
Elipse. Die eliptische Bahn ist also die ITauptform der
Bewegung. Der Ausgangspunkt diser in sich geschlos-
sene Bahn, ist für den sie beschreibenden Weltkörper
der Ceu tralkörper; er ist Fixstern als der relativ
ruhende Theil, obgleich er doch an der Bewegung des
Alls An theil nimmt. Er befindet sich wieder im Mittel-
punkt einer eliptischen Bahn, als körperliches Centrum
der auf ihn sich beziehenden peripherischen Weltkör-
per; diese treten zu ihrem Centraikörper, abwechselnd
in ein Verhältnifs gröfcerer Entfernung mit veränder-
ter Geschwindigkeit, und gröfserer Annäherung, mit ver-
mehrter Schnelligkeit der Bewegung.
Demnach wäre der in solcher Bahn sich fortbewe-
gende Körper, kein Weltkörper, wenn er nicht um sei-
nen eignen Schweruiittelpunkt zusammengehalten wür-
de; sollte nun dieses an sich ruhende Verhältnifs, als
thätiges sich zeigen, so mufste dieser Punkt, in einer
Entgegensetzung einer Menge von Punkten auseinan-
dergehn, also zu einer ruhenden Linie werden, da durch
eine allseitige gleichmäfsige Beziehung der Masse auf
Einen Punkt, keine wahrnehmbare Bewegung entstehen
würde. Diese Linie ist die Axe der Weltkörper, deren
Endpunkte, die Pole sind; die durch diese Bewegung
der Weltkörper um diese Linie entstehende eigenthiim-
liche Bewegung, oder Axendrehung, Rotation, ist g^gen
den Aequator am stärksten. Die rotatorische Bewegung,
steht zu der zirkulatorischen, welche die durch jene
vermittelte Bewegung der peripherischen Körper um
ihren Centraikörper im Raum ist, in verschiedenen Ver-
hältnissen; und zwar ist jene, dieser um so mehr unter-
geordnet, je abhängiger der peripherische Wellkörper