Titel:
Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt
Beteiligte Personen:
Witt, Johann Gottfried Wikipedia
1742 «st das Diakonathaus erbaut.
1745 ist das Pastorathaus neu gebank.
--äußerte sich im Lande zuerst die Viehseuche.
1747 wurde das Schulcollegium gestiftet.
,751 den i iten September fiel eine für dieWilstermarsch sehr nachtheilige Fsuth ein.
Sie brach auch in Glückstadt bei) der Bastion Holstein ein.
1756 den 7IC11 October betraf diese Stadt und Gegend eine sehr verderbliche Heber»
fchwemmung, indem der Neue- und Bielenberger Elbdeich, wie auch der Stör- und Neuen?
dvrfer Audeich mehrere Gnmdbrnche bekamen. Mau rechnet, daß in der Kremper und Hasel-
dvrper Marsch an 600, in Colmar allein 87 Personen durch die Fluch umgekommen, und mehr
als 200 Gebäuden heruntergerissen worden sind. In Glückstadt drang das Wasser durch die
Fieerschleuse und dnrch die Tbore, und halte unter andern in der Kirche 5 Fuß, in einigen
Häusern 7 bis 8 Fuß Höhe. Da es mehrere Tage stand: so mußte der Gottesdienst auf dem
giathhause gehalten werden, und die Roth der Stadt hätte die höchste Stufe erreicht, wenn
sich nicht an einem Orte frisches Wasser erhalten hätte, und wenn nicht christlich denkende
Nachbaren dnrch reiche Zufuhr dem Mangel abgeholfen hätten. Es erforderte viele Zeit, ehe
das Wasser wieder ans dem Lande kam: unter andern stand die Kirche zn Neüenbrook 2
Monate im Wasser. Unfruchtbarkeit des Bodens und ein häufiges Sterben in den nächsten
2 bis z Iahren brachten die Stadt und Gegend so herunter, daß viele Jahre vergiengen, ehe
sie sich erholen konnten.
1758.59 wnrde ans dem Vermächtniß des sel. Herrn Justijrach Carl Färber
nach dem Tode seiner Gemahlin ein de» Armencassen, jeder zur Hälfte, legirtes Capital
von 6000 Rchlr. Cronen, mit den Zinsen 6886 Nthlr. 37 ßl. Conr., anSgezahlt, welches
„iiabldSIich belegt sieht, nnd wovon die Zinsen jährlich am C a rl s t a g e, den 28sten
Januar, die eine Hälfte zu Schulgeldern nnd Büchern für arme Kinder, die andere zur Unter,
sintznng der Armen nach dem Gutbefinden des Pastoris lind des rechniingftthrenden Armen,
vorste»ers ausgetheilt. Zehn Thaler kann der Pastor, ohne Rechnung dafür abzulegen, an
solche Unvermögende, welche ihre Armmh verbergen, nach seinem Gewissen vertheiien.
1767 wurde die Judensynagoge neu gebaut.
177z erbaute man die größere Rhinschleuse.
1778 grassirte hier die Viehseuche zum lezten Male.
— wurde dasOberconsistorialexamen zun» ersten Male gehalten.
1780 legte der König daS Landgericht auf immer hieher: sonst wurde es abwechselnd
in Rendsburg oder Kiel gehalten.
1782 wurde die katholische Kirche, und das Armenhaus erbaut.
1784 war ein strenger nnd langerWinter. In diesem Jahre hat die Stadlschule ein«
verbessert, Einrichtung erhalten, um welche sich Se. Excellenz, der Herr Geheimeralh von
Eyben, der Herr Cammerherr von Lowzow und der sel. Herr Schloppasior Lange verdien»
gemacht haben.
,79» den 2lste,i März brach die Fluch durch den Rklhhngel.
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