Titel:
Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt
Beteiligte Personen:
Witt, Johann Gottfried Wikipedia
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Bruchstücke zur Thronik von Glückstadt.
Jahr 1709, am 5fen Trinitatis, wurdr Jtinr triff» Mal der Gotltsdirnll drr Schloß-
und Garnisongemeine in der Stadlkirche gehalten.
1711 - 171z wurde Dänneniark und die Herzogtümer durch eine Pest Heimgesuchs.
Diese kam zuerst ans Polen, Preußen und Hiuterponimer» über die Ostsee nach Kopenhagen,
von da durch Schifte nach Friedrichsort, dann durch die Kriegsvoiker nach Höizernklmken
bey Oldesloe. 17,2 im April wurde nach 4ino»aiiichem Stillestaiid ein Dankest befohlen.
Nachher eiikstand Besorgniß für Glückfiadt. Im Junius starben zuerst 2 Soldaten und 2
Sclaven daran, woraus die Reinigung und znionailiche Verproviantirung der Stadt besoh»
le» wurde. Im Julius wurde die Seuche gefährlicher und die Stadt gesperret. JnEmem
Hause sta» den 9 Personen. Die Soldatesque hatte ihrLaiarelh während der wärmern Jahrs?
zeit t» der Schloßkirche. Im August wurde ei» eigner Pestprediger destellt. I» diesem uud
folgende» Monate starben zu Reudsburg, Itzehoe, Krempe und Wilsier in 8 Tagen wol 50
bis 70 Personen. In Krempe war kein Hauplprediger, die Heyden vorhandenen starben an
der Pest. Mit dem November »ahm die Krankheit schnell ab: den 26sien hob man die Ren«
terpostirnngen auf, den zisten December öffnete man die? höre den vor den Schweden Fluch;
tenden. 1713 den 8>en Mär; niachte man in der altvixuschen Zeitung bekannt, daß sich tu
Tlückstadt schon seil einigen Monaten keine Seuche mehr habe spüren lassen. Im Junius
wurde ein Dankfest i» Vorschlag gebracht. J5i August und September wurde Hamburg
noch gespenet, weil sich da Stzur^» £im.
1714 den 2zsten und 24flen August fiel ein so starker Rege», daß daS Binnenwasser
die Deiche durchbrach.
i7i?wurde das jweyteJubelfest derNeformatien vom zisten October bis7kenJuIruj
gefeyert.
1717 am Christabend war eine so starke Fluth, daß das Wasser 4 bis FElleu über die
Mauer ging, uud «mer ander» im Echloßpastorate (in der Kömgsilraße) bey 5 Elle» stiegl.
Diese Fluth spülte den ganzen Srbteusend.imm weg;') nnd kaum war derSchad^ßebessert,
so riß den Josten Februar 1718 e>i:e neue Fluth alles wieder dahin, so daß der gairze Som-
mer zur Zustandsttznng deS Schleusendammes erfordert wurde. Als nun Michaelis eine
Smrmfluch entstand, (welche D'chmarschen überschwemmte) hielt er sich.
1718 wurde die Schloß- uud Stadtarmencasse getrennt. ''
1720 am Tage vor Neujahr stand das Waffe»- in mehreren Hausern 4 Fnß hoch^ lief
«5er so bald ab, daß amNeujahrstage der Gottesdienst in derKirche gehalten werden konnte.
172z brannte das Zeughaus ab, wobey 1200 Granate» nebst emer Menge Haubitzen auf«
flögen, welche aber doch keinen große» Schaden anrichteten.
1738 wurde das Zuchihaus erbaut, und 1739 erhielt es seine Einrichtung.
17^0 war ein harter Winter^
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») Man hatte im Sommer die kleine Schleuse neu gebaut, und, wie die Sa«? gefrr,
die Vollendung de» Vauee mir vielen Au»schweiffungen gefeiert.