Titel:
Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt
Beteiligte Personen:
Witt, Johann Gottfried Wikipedia
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In der Schloß: und Gar,iisvnSg«mtne haben z Personen über 80Jahre gelebt. An
den Blaner«, welche sich »11 den (4p«« 6 Monate» geäußert haben, sind 6 Knaben n»d 7
Mädchen von der Stadtgemeine gestorben. In den ersten 16 Tagen des neuen Jahrs ist die
Zahl schon eben so groß.
Von den iniJnnilis 1797 gebornenDrilliiigstöchtern ist dieJüngste in diesemIahre;
die Aelteste schon -798 im ZnlinS gestorben.
Unter den Verunglückten sind 2 zur See geblieben; 2beymBaden ertrunken; ei«
Knabe vo)i z Iahren ist im Graben, ein fremder Knabe von 10 Jahren im Hafen ertrniike». Ein
Mann ward auf seluemFischerbootetodt gefunden, und ein Kuabe von iL Jahren fiel jnTvde.
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Schloßgemeine 485 435 ^ 2 —
^„chchansgemeine 18 j!l 9 _
Ref. Gemeine iS 33 ' „ _
Kath. Gemeine n 26 z
Jadeugemeine 34 ,y
B. Jetziger Zustarrd der Gemeinen.
Die Stadtgemeine, woj» auch der grißteZheil der vo» Dlome,schen Wildniß gehö»
ret, bestchr nach der gewHlmlichcn mitileren Derechming, da man die Zahl der Gebornen
Z2ttial nimmt, od.r die Ztchl der &«*<»>ss «,»s 33 o&e* zz hundert
Seelen. Seil ver Aufnahme der Schiffahrt ist sie in, merkliche» Zunehmen. Wegen ver Theu»
rung ist im Jahr 1800 das Salair der Prediger auf 4 Jahre verbessert: das des Pastors mit
200 Mark, das desDiaconl mit 150Mark.
Die Schloß- und Garnisonsgmieiue, vo» deren Mitgliedern viele im ledigen Stande
bleiben, kann nach obigen Verhältnissen nicht sicher berechnet werden: »ach den Gestorbenen
wäre sie etwa auf 1500 Seele» *» schätzen. Ihre Stärke hängt vornemlich von der Garnison
ab,sonst ist sie imAbnehmeli.DlegröpleZahIderGebor,len,m leztenJahrjehendwar 1731 —
50, und 1793 — 55-
Im Zuchthause waren beym Schluß des Jahres 108 Znchtlinge und zz Wahnsinnige.
Im abgewichenen Jahre sind an bcyden hieher gekommen 78 Personen; dag-gen sind »ach
geendigterStrafe entlassen 48: begnadigt 6; gestorben 10; also abgegangen 64.
Die reforniirte Gemeine ist mit der in Kopenhagen annex, und genießt von derselben
viel Gutes. Die Zahl der Gemeniglieder ist klei», n.id nimmt noch immer ab. Im Anfang«
des Jahrhunderts wurde sie durch die Königin Charlotte Amalia sehr begünstiget. Au Versal?
bei» verlor sie eine große Stütze. In den lejten Jahren haben ihre Einkünfte aus verschiede-
neu Ursachen seh» abgenommen. Der hiesige Prediger macht jährlich eine Reise »ach Reudsi
bürg, Schleswig, :c. um seine Glaubensgenosse» mit den Sacris zu versehen. Daju genießt
er fteye Fuhre».
Die kaiholische Gemeine, deren Sprengel sich über das ganze Herzoglhnm erstreckt,
(Altona und Wa»dsbGottesdienste kommen. Bis 179z waren gewöhnlich jwey Prediger hier. Neulich haben die