Titel:
Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt
Beteiligte Personen:
Witt, Johann Gottfried Wikipedia
Größer ist keine Verpflichtung und seliger keine Eutschliessnng als diese: ich und mein Hans
wir wollen dem Herrn dienen. *) Darum, o Herr, der du so mächtig als weise, so erhaben als
gnädig bist, dich kindlich zu verehren, das soll unsere Wonne seyn. Und damit unser Vorsatz
bestehe, wollest du nach deiner Verheissung ihn b'evestigen und durch deinen Geist uns ju sol-
che» Mensche» machen, die in deinen Geboten wandeln, deine Rechte halte,» und darnach
' Dieser Tag des Lobens und Dankens fey heut und künftig eine neue Gelegenheit zur
Beförderung der heilsamsten Entschließungen.
Wie wohl hast du an uns geihan. Allgütiger.' jede Gefahr hast dn von ferne her ab-
gewandt,jeden Segeu nns erfahren lassen. So lange der Bau währet, ist die Witterung cr-
wünscht gewesen, kein Sturm hat uns bedrohet, kein Arbeiter ist verunglückt, nud nun steht
es da, dies schöne kostbare.Werk nach dem Hauptgebäude vollendet und bald wird auch das
Übrige unter deinen Bestand vollführet seyn. Des danke» wir dir in kindlicher Ehrfurcht
und bringen dir dar, was wir vermöge».
Alle diejenigen, die zu diesem Baue beytragen, Alle, die mit Theil an der Sicherheit
nehmen. Alle, welche alsMenschenfrennde an dem Wohl ihrer Nebenmenschen oder als deine
Kinder an deinen Werken und Wohlthaten ihre Freude haben: wir alle erheben Herzen und
Hände zu dir, und sagen: hvchgelobet sey deine Güte, hochgepriesen dein herrlicher Na»,e.
N'chr heute allein, sondern auch bey jeder Erinnerung an diese deineWohlthale», werde unser
Dank erneuert, in jeder Gefahr beruhige sie nns, und zu jeder guten Tha> stärke sie uns, da-
mit wir deine Werke würdig preisen, und dich uebst deinem lieben Soh» verherrlichen, der
uns alles Gute envorbe» hat.
Um seinetwillen laß dir denn auch dieses Gebäude ferner empfohlen seyn, hilf es glück-
Ilch vollenden, und laß e6 ntle nfffii rrflAmii/ Vit um und bauuu marlon. It! der &€i
fahr wollest <» »us beschützen, dem Meer Ziel setze», u»d dem Sturm gebieten, daß sie es
Nicht zerstören noch verderben, unter deinem Schirm diene es alle Jahre, die es auödauren
kann, j»m sicheruSchutz dieser gesegnete»Marschländer und ihrer Bewohner.
Ein gleiches geschehe auch der zweyten Schleuse, welche dieselbe Absicht hat, und allen
Werken, welche hier zur Sicherheit gegenWiud und Meer von uns unterhalten werde». Laß
deinen Segen ruhen auf dieser Stadt und allen fruchtbaren Gefilden, die sie uingeben. Segue
alle Marschländer mit ihren Aufsehern, besonders segne alle Emwvhiier derselbe» mit deinem
Geist, dem Geist der Erkennmiß und der Furcht des Herr».
Gedenke uusers ganze» Vaterlandes und Aller, welche zu seiner Wohlfahrt geschäftig
sind, im Besten: segne alle Räche mrö Diener des Königs, wie d» deinen Freunden zn thnn
pflegst: beschütze und beglücke den König und sein Haus, daß deine Wohlthaten a» allen
Personen desselben täglich mehr und mehr werden.
Und endlich segne auch uns, die wir hier zu deiner Ehre versammelt sind, von dem
Größte» bis zu», Kleinsten, daß wir «ach unser» Bedürfnissen, die du kennest, an Leid und
Seele deiner Güte recht froh werden. Amen.
Der Herr behüte »»s vor alten Nebel, (
Er behüte »iisre Seelen,
Er behüte miseru Eingang und Ausgang von nun an bis in Ewigkeit. Amen.
Nach-
')3«5»4,'5. ') Hesek. z6, »8.