Titel:
Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt
Beteiligte Personen:
Witt, Johann Gottfried Wikipedia
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€iiie Stimme.
Denkt mit wehmutb eurer Sünden; preiset feine Lieb' und Huld?
Ließ Er euch nicht Gnade findend Lrug Er euch nicht mit Geduld t
O! wer ist barmherziger t lver so gnädig, als der Herr!
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Die Gemeine,
triel., Nun lob' mein' Seel' den Herren.
Wie groß ist deine Gnade! Sie schont de» Sünder, und selbst ihn
Lehrt sie auf deinem Pfade Dem Untergänge sich entjiehii.
Sie locket ihn zur Bnße; Und fällt voll Neu und Schmerj
Der Sünder dir zu Fuße, So tröstet sie sei» Herz.
Ach! sie vergiebt dem Armen Mit väterlicher Hnld,
Erläßt ihm aus Erbarmen Der Sünden ganze Schuld.
Ein« Stimm«.
Was kann-solcher rrenen Liebe nvürdig« Vergeltunz seyni
Auf! ihr jeden eurer Triebe, Jede Rraft und Zeit zu weihni
Hier in Gorre» Heiligrhum, Huldige ihr und ihrem Ruhm.
Di« Gemeine.
Met. ttun lob' mein Seel^ den Herren.
Wer sollte dich nicht liebe»? Du liebtest u»S zuerst und bist
Dir immer gleich geblieben: Ein Gott der ewig fremivlich ist.
Mit Gnad' uns, Herr, zu segnen, Ist ewig deine Lust.
Mit Dank dir zu begegnen, Sey deiner Kinder Lust.
Wie groß ist deine Güte! Mich ihrer stets zu fmm
Mit dankendem Gemüthe, Soll meine Wonne seyn.
Eine Stimme.
wer wird euch nun ferner tragen, Schützen, leiten und erfreu',»i —
trost und Heil in künfk'gen ragen «Euch und emen Rindern sevni
lEr nur ist unwandelbar Gnädig, wie er immer war.
Die Gemeine.
Ittel. Vom Himmel hoch da komm' ich her.
Dn, Herr, bist u'nsre Zuversicht: Vergilt nach unsrer Schuld uns nicht:
Steh' uns um Christi willen bey, Mach' uns von allen Plage» frey.
Dan» danken, dann lobsiiige» wir. Mit unser» Kindern für und für.
Unwandelbarer Fels und Hort, Dir heut und immer, hier und dorr.
Hör' uns, Gott, Vater, Soh» und Geist, Laß, wen» du hilfst und uns erfreust.
Uns ewig auch dem Erbtheil seyn: Denn du bist unser Gott allein.
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