Titel:
Abul' Casem Mohammed
Beteiligte Personen:
Rehbinder, Johan Adam Wikipedia
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jeden gerne tehülflich, und nie befleckte Eigennuj
seine Seele. . Er forderte strengen Gehorsam,
und strafte hart aber, nach überwiesener Thatsache,
deö Schuldigen. Die Ehrfurcht, die seine Anhän«
ger für ihn harten, war nicht eine Folge seiner
Anmaßungen (denn seine Erklärung, daß er keine
Wunder thun konnte, ist im Koran bestätigt) sondern
das natürliche Gefühl, das sich einem jeden mitt'
theilt, der sich einem Manne nähert, von deßen
Vorzügen und Talenten man überzeugt ist •). Wenn
nun dieses bey einem abgöttischen , abergläubischen
Volcte, übernatürliche Vorstellungen juwegebrach-
te, konnte er stch nickt anders als leidend verhalten.
Obgleich die Arugalitat seiner Nation in den»
Climate und der Lebens-Art ihren Grund hat:
so gab er doch oft belehrende Beispiele, und seine
ganze
•) Jeder Eurovier, der lange unter Musullmünner gelebt
hat, wird wissen, wie groß der Abstand zwischen einem
gebildeten, und rohen Musullmanne ist, welches nach
dem Maaßstabe unserer bürgerlichen Derhültniße nicht
abgemeßen werden kann, und wenn man von dem
climalisch eigenem der Araber abstraliirt: so iii der
Musullmann da wo er ist derselbe, wenige Modificatio«
nen, die von der politischen Derfaßung des Landet her»
kommen, autguivmmtti.