Sache dur Christenheit zu füll renden Kampfes in allen Staaten des landes veranstaltet , worden ; 0 es kam dazu ferner der sicherlich auch nicht gering zu schätzende Gewinn , welchen der Orden durch die von ihm im grossen Stile getriebenen kaufmännischen Speculationen zu machen wusste . Die Tempelherren trieben nämlich nicht bloss , wie es ja später auch die Deutschordens - Ritter in Preussen ( baten , einen schwungvollen Gross - haudel , sondern sie verwertheten auch ihre Flotte , indem sie die Schiffe zum Transporte von Pilgern und Kreuzfahrern vermietbeten . * ) Ausserdem aber benutzten sie ihre Stellung und ihre reichen Hilfsmittel im Abend " und im Morgenlande , wie es scheint , zur Vermittelung des ohne Frage sehr beträchtlichen Geld Verkehrs zwischen beiden Gebieten : sie waren durch ihre Geschäftsführer und Agenten die Wechsler , die Banquiers für alle vornehmen Kreuzfahrer und l'ilger ; ja , mehr noch , sie liehen den Fürsten , die ja im Vergleich mit ihnen arme Leute waren , beträchtliche Geldsummen , s ) sicherlich doch beides nicht um den blossen Gotteslohn , sondern gegen hohe Courtagen und Zinsen . Hatte doch der Orden kurz vor dem Hereinbrach der Katastrophe an Philipp den Schönen von reich , der zur Ausstattung seiner Schwester bedeutende Summen brauchte , die Summe von 500 , 000 Francs geliehen ! ' ) Ks wird also wohl nicht übertrieben sein , wenn uns von den staunenden Zeitgenossen erzählt wird , dass der Hochmeister Jacob von Molay . als er , der verhängnissvollen Ladung
1 ) Vgl . hei Rymer , Foedern I , 577 die Bulle 1' . Alexander IV . , welche dem Orden dieses Hecht insbesondere neu bestätigt , weil man es ihm vielfach tigt habe mit dem Vorgeben , der Orden sei schon zu reich .
2 ) örouvellc 200 . Vgl . Papon , Histoire «le Provence II , 29 ! » die Angaben fiber den Process , welchen die Commune von Marseille 1233 gegen den Orden strengte in Bekämpfung des demselben durch Hugo de Baux , Vicomte von Marseille , P212 verliehenen Rechtes zum Pilgertransport nach dem Orient und der schliesslich dahin entschieden wurde , dass der Orden ( und ebenso der in gleicher Lage liche Johanuitcrordcn ) nur zweimal im Jahre zwei Schilfe , jedes zu 1500 Mann , sollte abgehen lassen dürfen .
3 ) Vgl . Duchesne , SS . hist . gall . IV , 512 Ober ein beträchtliches Anleiten Ludwigs VII . von Frankreich ; Baluze , Kpae Innocentii III . , I , 508 ; Hviner , Foedera I , 342 ( Heinrich III . von England Schuldner des Ordens ) ; Ludwig IX . bemfihte sich vergeblich um die finanzielle Hilfe des Ordens : Joinville ( ed . de Wailly ) p , 208 ; 1274 cjuittirt HM . Wilhelm v . Bcaujeu fiber die Rückzahlung von 30 , 307 livres Tournois , die der Orden einst dem König von Kngland geliehen hatte . Rymer , Foedera II , 34 . Karl von Anjou half der Orden 12C7 durch Uebcrnahme der Bürgschaft zur Aufnahme einer Anleihe bei französischen Capitaliste ! ! , wofür er von P . Clemens IV . ausdrücklich belobt wurde . M a r t e ne , Thesaurus aneedot . II , 534 .
4 ) Grouvelie 202 - 3 .