Worth dilisca Besitzes und der von ihm getragenen Leistung zu ermitteln ; so verschieden die Resultate sind , so ergehen sie doch in jedem Fall für jene Zeit ganz gewaltige Summen : denn während nach den Einen die Kosten für Ausrüstung und Unterhalt der 9000 Ritter jährlich 25 Millionen nach unserem Oelde betragen haben , kommen Andere dafür gar zu der Höhe von G2 Millionen Francs . ' ) Die Zeit aher , wo der Besitz des Tempelherren - Ordens sich am schnellsten und gewaltigsten vermehrte , ginnt erst mit dem Ausgange des dreizehnten Jahrhunderts , — offenbar seitdem man für das Heilige Land nichts mehr aufzuwenden brauchte und alle die zur Verfügung stehenden grossen Mittel planmässig zur Vermehrung des nutzbaren Besitzes im Abendlande verwenden konnte . So kann es uus nicht verwundern , wenn sich die Zahl der dem Orden gehörigen Manoirs in wenig mehr als einem Vierteljahrhundert von 9 ( ) 0t ) auf 10 , 500 mehrte ( 1307 ) . Es scheint demnach nicht zu hoch gegriffen , wenn mau die jährlichen Einkünfte des Tempelherren * Ordcns zu Anfang des zehnten Jahrhunderts auf 2 Millionen Lires , d . h . etwas über 50 Milliouen Francs nach heutigem Oeidwerthe angeschlagen hat . Was das aber zu bedeuten hatte , leuchtet erst ein , wenn man daueben die Thatsache hält , dass um dieselbe Zeit der König von Frankreich aus seinem gesammten Domänenbesitze nicht mehr als 80 , 000 Lires , d . h . 2 , 200 , 000 Francs das Jahr zog . » ) Zu diesen allgemeinen Schätzungen stimmt vollkommen , was uns aus einzelnen Gebieten über den Werth und den Ertrag der dort legenen Oüter des Ordens an genaueren Angaben zu Gebote steht . Welche Mittel mussten die Tempelherren regelmässig zur Verfügung haben , wenn sie allein in der Sénéchaussée Benucaire in einem Zeitraum von nicht ganz vierzig Jahren Läudcreien kaufen konnten mit einem Jahresertragc vou 11 , 000 Lires , d . h . etwa 320 , 000 Francs . ' ) Und mit diesen colossale ! » Einnahmen aus schien Ländereien , für die er obeuein noch völlige freiheit den Landesherren gegenüber genoss , 4 ) sind die Einkünfte des Ordens noch gar nicht erschöpft : es kamen dazu zahlreiche , die Renten vermehrende Schenkungen , ferner der in früheren Zeiten sicherlich recht bedeutende Ertrag der Sammlungen , welche auf päpstliche Autorisation hin zu Gunsten des Ordens und des von ihm im Heiligen Lande tur die
1 ) S . Grouvclle 198 ff .
2 ) Grouvelle 194—195 .
3 ) Ebcndas . 198 . Dupuy , Notices , n . 30 .
4 ) Vgl . das Urcve 1 * . Honifuz Vili , an den dea Orden besteuernden König Heinrich von Cypern bei Dupuy , llist . de l'ordre mil . 177 .