welchen er im schneidendsten Widerspruch mit seiueti ursprünglichen tuten von den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln machte . Man wähne ja nicht etwa , dass es sich dabei nur um Uebcrtrcibungeu handele , wie sie allerdings in diesem Punkte im Munde des Volks durch die sam vergröasernde Fama so leicht üblich werden . Wir besitzen den tivsten Anhalt für eine Schätzung der für jene Zeit wirklich riesenhaften Hülfsquellen , welche dem Orden zu Gebote standen . Bereits Wilhelm von Tyrus erwähnt ( also vor 1184 ) ' ) den Reichthuni der Tempelherren : dass derselbe im Jahre 1 ID 1 im Stande war , dem König Richard von England die auf dem Zuge nach Accori eroberte Insel Cypern für 100 , ODO byzantiner ( d . i . an Metallwerth 950 , 000 Fres . , nach dem damaligen Werth des Geldes im Vergleich zu dem heutigen aber 8 Mili . Fres . ) abzukaufen , 1 ) giebt eine lehrreiche Bestätigung dieses Berichts . Und von dieser colos - salcu Summe zahlte der Orden dem König sofort - 10 , 0 KJ Byzantiner , d . i . 380 , 000Frcs . Metall - und 2 , 440 , 000Fres . Courswerth ! — Als charakteristisch für den Tempelherren - Orden mag dabei vorläufig hervorgehoben werden , dass derselbe auf der von ihm gekauften Insel eine so furchtbare Raub - wirthschaft und ein so unerträgliches Erpressungssystem einführte , dass schon nach wenigen Monaten eine allgemeine Erhebung der misshandelten Bevölkerung ausbrach und die Ritter sich in ihren festen Burgen des wüthenden Ansturms der zum Aeussersten gebrachten Cyprioten mit genauer Noth erwehrten . ' ) Weiterhin spricht dann um 1225 Jacob von Vitry voll staunen von den unermeßlichen Besitzungen , welche der Orden diesseits und jenseits des Meeres erworben hat : Dörfer , Flecken und Städte besitzen die Ritter , uus denen sie bedeutende Renten ziehen , wovon ein bestimmter Theil alljährlich auf die Vertheidigung des Heiligen I>andes verwendet werden soll . í ) Und das Vermögen des Ordens hat sich rapido vermehrt : denn etwa ein halbes Jahrhundert später giebt Matthäus l'ariss ) die Zahl der den Tempelherren gehörigen Manoirs auf ungefähr IX>00 an ; ein jedes Manoir aber war im Stande , einen Ritter jährlich auszurüsten und zu halten . Mau hat danach verschiedene Berechnungen ungestellt , um den
1 ) Guilelm . Tyr . XII , 4 .
2 ) Mas Lutric , llist . de l'ile de Chypre I , " 29 , II , 7 .
3 ) S . Mas Latrie I , 33—54 .
4 ) Jacob a VI tri ato ( Ed . Duac . ICH ) p . 119—20 : Amplis autein possessio - nibus tarn citra mare quam ultra dilatati sunt in immensuin , villas , eivitates et oppida — possidentes , ex ( ¡uibus certam pecuniae summum pro defensione terrae Sanctae summo corum magistro mittunt .
5 ) Matth . Purin 1 . c .